Klimaportal der Lokalen Agenda 21 im Raum Harburg

Sitemap Kontakt Impressum/Datenschutz
Startseite » Klima » Klima-ABC

Klima-ABC

Unser Klima-ABC wird laufend ergänzt. Es verzeichnet Begriffe aus der Klimawelt und auch Ideen zum klimafreundlichen Verhalten.

Klicken Sie bitte auf den gewünschten Buchstaben oder auf das gesamte Glossar. Grüne Pfeile verweisen auf weitere Einträge innerhalb des Klima-ABCs. Sie sind über das Buchstabenfeld des Klima-ABCs schnell zu finden.

(Foto und Beiträge urheberrechtlich geschützt)

Klima-ABC

Begriff suchen:

Schiefergas

Schiefergas ist Erdgas, das in Tonsteinen (Schiefer) gespeichert ist. Schiefergas gilt als „unkonventionelles“ Erdgas im Gegensatz zu „konventionellem“ Erdgas, da es aus Lagerstätten stammt und über >> Fracking gefördert wird.

SchulBaustelle Klima

Die SchulBaustelle Klima im > ELBCAMPUS der Handwerkskammer Hamburg hat in drei Jahren Projektarbeit umfangreiches Unterrichtsmaterial an zahlreichen Referenzschulen entwickelt. Sie richtet sich an alle Hamburger Schulen mit Bauvorhaben und ermutigt und unterstützt sie bei der pädagogischen Einbindung der eigenen Schulbaustelle in die Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diesem Sinne vermittelt das Projekt Gestaltungskompetenz für nachhaltiges Denken und Handeln. Schulbaustellen werden zu Lernorten erlebten Klimaschutzes.

Als Ergebnis der Projektarbeit steht nun das Handbuch "Bauen und Klimaschutz - Schulbaustellen als Lernorte" allen Hamburger Schulen mit Bauvorhaben zur Verfügung. Dieses Handbuch bietet praxisorientiert Projektideen und Lernmodule mit Bezug zu den bestehenden Bildungsplänen. Bis Herbst 2014 informiert die Agentur SchulBaustelle Klima 2.0 Hamburger Schulen über die Möglichkeiten, eigene Schulbaustellen in den Unterricht einzubinden und als Lernfeld für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen. Darüber hinaus bietet das Team Lehrerfortbildungen zu unterschiedlichen Themen rund um den Klimaschutz am Bau an und unterstützt die Schulen bei der Umsetzung. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die SchulBaustelle Klima als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2011/2012 und 2013/2014 ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Mehr Infos zur SchulBaustelle Klima siehe hier.

Schwefelhexalfluorid

Schwefelhexalfluorid (SF6) gehört zu den > klimawirksamen Gasen mit äußerst hohem Treibhaus-Potential (> GWP 22.800). Das heißt, SF6 ist 22.800 mal so schädlich wie > Kohlendioxid (CO2). Siehe auch > Treibhausgase. (Quelle: IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007)

SDGs

SDGs ist die Kurzform für Sustainable Development Goals, die auch mit "Global Goals", Agenda 2030 paraphrasiert werden. Weitere Infos s. im Eintrag >> Globale Entwicklungsziele.

Solaranlagen

Solaranlagen speichern Sonnenenergie und machen sie technisch nutzbar. Es handelt sich zum einen um thermische Sonnenkollektoren, welche die in der Sonne enthaltene Energie sammeln und an Übertragungsmedien wie Heizwasser abgeben. Zum anderen sind es Solarmodule, welche mittels Solarzellen Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln und diese in den privaten oder auch in den öffentlichen Stromkreis einspeisen. Solarmodule heißen auch Photovoltaikmodule.

SolarZentrum Hamburg

Durch Aufklärung und Vertrauen schaffende Maßnahmen stärkt das SolarZentrum Hamburg im > Elbcampus der Handwerkskammer Hamburg bereits seit 2001 die Investitionsbereitschaft in Erneuerbare Energien-Systeme. Ein Schwerpunkt ist die etwa zehnjährige Netzwerkarbeit mit den wesentlichen Akteuren im Solarbereich in der Metropolregion Hamburg. Den Betrieben der Solarbranche wird durch gezielte Angebote, wie die regelmäßigen, kostenfreien Solar-Expertenkreise, ein Forum zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch gegeben. Mehr Infos zum SolarZentrum Hamburg siehe hier.

Sonnenenergie

> Erneuerbare Energien

Thermografie

Verfahren, das Temperaturverteilungen auf Oberflächen wie Gebäuden sichtbar macht. Warme und kalte Oberflächen werden durch Farb- oder Helligkeitsunterschiede sichtbar.

Ein wichtiges Instrument der Themografie ist die Infrarot-Kamera. Diese macht sichtbar, wo etwa ein Gebäude Energie verschwendet (Farbe blau bis grün) oder Wärme hält (orange bis rot).

Gezielte Energiemaßnahmen senken den Wärmebedarf von Gebäuden um bis zu 70 Prozent (bei Passivhäusern bis zu 90 Prozent). Laut Verbraucherzentrale Hamburg entweichen etwa zwei Drittel der Wärme bei einem nicht gedämmten Einfamilienhaus über den Keller, die Außenwände und das Dach: 35 Prozent über die Wände, 30 Prozent über das Dach, 25 Prozent über die Fenster und 10 Prozent über den Keller.

Faltblätter der Verbraucherzentrale zur Thermografie, Wärmedämmung etc. stellt HARBURG21 im Foyer des Standesamtes in der Knoopstraße 35, 21073 Hamburg bereit. Kostenlose Beratungsangebote in Sachen Energieeffizienz bietet der > Elbcampus der Handwerkskammer Hamburg. Zum Expertenkreis „Gebäudesanierung mit Thermografierundgang“ der ZEBAU in Hamburg siehe hier.

Treibhauseffekt

Es gibt einen natürlichen und einen menschengemachten Treibhauseffekt.

Der natürliche Treibhauseffekt resultiert aus der natürlichen Wechselwirkung von > Atmosphäre, Sonneneinstrahlung und Wärmestrahlung der Erde. Denn die Atmosphäre lässt in ihrer chemischen Zusammensetzung zwar viele Anteile der Sonnenstrahlung auf die Erde treffen. Sie verhindert aber zugleich, dass die Erde die Wärmestrahlung wieder abgibt. Die Erde ist quasi in einem Treibhaus gefangen. Diesem natürlichen Treibhauseffekt ist die gleichbleibende Temperatur auf der Erdoberfläche zu verdanken, die Leben auf der Erde erst möglich macht.

Seit Beginn der Industrialisierung hat sich laut Klaus Milke und Stefan Rostock (2009) das Klima weltweit um durchschnittlich 0,7º C erwärmt. (> Klimawandel) Klimaforscher führen den rasanten Temperaturanstieg auf die massiven Treibhausgas-Emissionen der Industriestaaten und insbesondere auf die erhöhte CO2-Konzentration der Atmosphäre zurück. (> Kohlendioxid, > Treibhausgase). Damit gerät der Mensch als entscheidender Faktor des heutigen Treibhauseffektes in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Ohne Kehrtwende in Politik, Wirtschaft und privatem Lebensstil ist eine weltweite Überhitzung unseres Planeten mit dramatischen Folgen zu befürchten. Als Gradmesser gilt heute die Überschreitung der 2º Celsius-Grenze. Mehr Infos > Klimawandel

Treibhausgase

Treibhausgase sind Spurenelemente in unserer Atmosphäre, denen wir die konstante Temperatur auf der Erdoberfläche verdanken. Es handelt sich in der Hauptsache um Wasserdampf (mit rund zwei Drittel Anteil), > Kohlendioxid (CO2), > Methan (CH4) und > Lachgas (Distickstoffoxid N2O).

Diese Spurengase lassen zwar die Sonnenstrahlen auf die Erde treffen, halten aber einen großen Teil der Erdwärme zurück, bevor sie ins Weltall entweicht. Es entsteht ein natürlicher > Treibhauseffekt, der die Erdtemperatur auf 15 Grad Celsius im Durchschnitt hält. Ohne die Treibhausgase wäre die Erde bei minus 18 Grad vereist. 

Im Zuge der Industrialisierung seit 1750 gelangen Treibhausgase auch durch den Menschen in die Atmosphäre. Durch ein Übermaß an Kohlendioxid, Lachgas, Methan, Ozon sowie die industriell hergestellten Fluorkohlenwasserstoffe entsteht sukzessive ein schädlicher Treibhauseffekt. So hat sich allein die CO2-Konzentration der > Atmosphäre bis heute um 30 Prozent erhöht. Folge ist ein weltweiter Temperaturanstieg um 0,8 Grad Celsius. Ohne Kehrtwende drohen irreversible Naturkatastrophen. > Klimawandel.

Seite drucken