Klimaportal der Lokalen Agenda 21 im Raum Harburg

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Am 26. November 2021 ehrte die Bezirksversammlung Harburg zum neunten Mal nachhaltige Aktivitäten im Bezirk Harburg. Coronabedingt fand die Veranstaltung online statt. Drei ausgewählte Projekte konnten sich über den mit 5.000 Euro dotierten Preis freuen.

Plakat des Siegerprojektes (1. Preis) Plakat des Siegerprojektes (2. Preis) Plakat des Siegerprojektes (3. Preis)

Prof. Dr. Marcus Rutner (Screenshot Michael Schulze)Der erste Preis in Höhe von 2.500 Euro ging an das Projekt Das Nanopflaster – Eine Idee zum Erhalt unserer Brücken des Instituts für Metall- und Verbundbau von der Technischen Universität Hamburg. Es handelt sich bei diesem innovativen und weitsichtigen Projekt um eine neue Sanierungsmethode zur fünf- bis sechsfachen Steigerung der Lebensdauer von Brücken - ohne weiteren Stahlverbrauch und lange Wartungszeiten. Da die Betonindustrie ein extrem großer CO2-Produzent ist, entlaste das "Nanopflaster" entsprechend die Umwelt und schone Ressourcen, so die Jury. Zudem sei diese "Form der Sanierung sehr wirtschaftlich und langlebig".

Anne Jahnke (Screenshot Michael Schulze)Den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro erhielt das Projekt Unverpackt Süderelbe der Unverpackt Süderelbe GbR. Dahinter verbirgt sich ein verpackungsfreier Marktstand für trockene Lebensmittel, Kosmetik und Reinigungsartikel auf dem Harburger Marktplatz und in Neugraben. Laut Jury ist das Konzept „Unverpackt“ in Hamburg zwar nicht neu, sehr wohl aber im Raum Harburg. Die Jury-Mitglieder betonten neben dem großen ökologischen Aspekt vor allem den „Abstrahleffekt“. Denn dieser Marktstand rege zum Nachdenken und zur Vermeidung von Plastiktüten an.

Dr. Simone Thiede (Screenshot Michael Schulze)Über den dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro konnte sich die Obdachlosenherberge Harburg-Huus des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Harburg freuen. Mit dem Projekt SUMM SUMM SUMM – ökologisch, sozial, nachhaltig: Bienenwachstücher für und von Obdachlosen setzt sich das Harburg-Huus für einen gesunden, plastikfreien, wiederverwendbareren und handgemachten Schutz für frische Lebensmittel ein, der auch in Thorben Goebel-Hansen (Screenshot Michael Schulze)der Nachbarschaft und beim Leben auf der Straße zum Einsatz kommen kann. Zusätzlich zur dieser ökologischen Dimension hob die Jury eine wichtige soziale Komponente hervor. Denn das Harburg-Huus bietet Obdachlosen nicht nur eine Bleibe, sie dürfen auch ihren Hund mitnehmen. Auf diese Weise wird die Ausgrenzung dieser Personengruppe vermieden.

Wie in jedem Jahr stellte Dr. Chris Baudy, zertifizierter Bildungspartner für Nachhaltigkeit und Mitglied der Lenkungsgruppe von HARBURG21, alle eingereichten Projekte in einer kurzen Powerpoint-Präsentation vor. Sie deckten viele Themenbereiche einer grünen und sozial-gerechten Stadt- und Quartiersentwicklung ab, nahmen aber auch globale Partnerschaften und Weiterentwicklungen in den Blick.

Kooperationspartner der Veranstaltung war wie schon in den Vorjahren die Initiative HARBURG21, welche die Lokale Agenda 21 und das NachhaltigkeitsNetzwerk im Raum Harburg darstellt. Gefördert wurde der Preis erneut durch die Sparda-Bank Hamburg.

Eine Ausstellung aller Bewerberplakate im Harburger Rathaus konnte 2021 coronabedingt leider nicht stattfinden. Stattdessen konnten Interessierte ab Dienstag, 29. November 2021, alle Projekte beim HARBURG21-Büro im Harburger Ring 33/35 an den dortigen Schaufenstern studieren. Darüber hinaus bietet das Harburger Klimaportal eine ausführlich kommentierte Plakatgalerie, die Einblick in beteiligten Projekte gibt.

Hintergrundinformation:
22 Initiativen aus dem Bezirk Harburg nahmen in diesem Jahr die Chance wahr, sich um den 9. Harburger Nachhaltigkeitspreis zu bewerben. Dabei handelt es sich um Initiativen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Bewerben konnten sich Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Organisationen und Einrichtungen, die in ehrenamtlicher oder hauptamtlicher Tätigkeit vorbildliche und innovative Projekte für Harburgs nachhaltige Zukunft auf den Weg bringen. Dabei sollten möglichst die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie Berücksichtigung finden.

Eine unabhängige Jury aus namhaften Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern aus dem Nachhaltigkeitssektor wählte die besten drei Bewerbungen aus. Mit zur Jury gehörten auch Vertreterinnen und Vertreter der Sparda-Bank Hamburg als Förderer des Preises.

Die Bezirksversammlung ehrt mit dem Preis Akteurinnen und Akteure, die sich für die Sicherung unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen für heute und morgen im Bezirk Harburg engagieren.

> Plakat zu den Preisträger*innen und allen Bewerber*innen mit ihren Projekten
> Powerpoint-Präsentation der Bewerber*innnen 2021
> Plakatgalerie zu allen beteiligten Projekten aus dem Jahr 2021 (in Arbeit)
> Broschüre: Harburg heute, morgen, übermorgen - Porträtreihe zum 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis (August 2021) > Download (pdf 7,4 MB)

Screenshots: Michael Schulze

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