10 Jahre nach der Rio-Konferenz fand in Johannesburg eine Folgekonferenz (Erdgipfel Rio+10) statt. Im Vordergrund stand die Bewertung der nachhaltigen Entwicklung. Auch HARBURG21 informierte im September 2002 die Öffentlichkeit über die Arbeit der lokalen Agenda Harburg.
Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung: Auf Empfehlung der Johannesburgkonferenz rief die Vollversammlung der Vereinten Nationen 2002 für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ aus. Ziel ist die weltweite Verankerung der Prinzipien nachhaltiger Entwicklung in allen Bildungsbereichen. Mit dem Hamburger Aktionsplan (HHAP) der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ legte Hamburg 2005 als erstes Bundesland Bildungsmaßnahmen zur Nachhaltigkeit vor. Nachhaltigkeit soll konkret erfahrbar und in den Alltag der Menschen integriert werden. Der bereits 2011 erschienene „BNE-Leitfaden für (Harburger) Schulen“ von HARBURG21 zeigt anhand von Projektportraits, wie das Thema Nachhaltigkeit in den Schulalltag integriert werden kann.
Hamburg und auch HARBURG21 wurden mehrfache als Projekt der UN-Dekade ausgezeichnet. Das Harburger Alexander-von-Humboldt-Gymnasium wurde über die gesamte Dekade als UN-Dekadenprojekt ausgezeichnet. Es arbeitet bis heute an der Umsetzung eines ambitionierten Schulprogramms unter dem Leitbild „Die Gegenwart verstehen – die Zukunft gestalten“.
Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP): Die UNESCO gab 2014 mit dem neuen „Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP)“ einen praxisnahen und handlungsorientierten Anstoß für die weitere Arbeit. Das fünfjährige Programm (2015-2019) zielte darauf ab, langfristig eine systemische Veränderung des Bildungssystems zu bewirken und Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Projekt in die Struktur zu bringen. Es leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 2030.
Agenda 2030 der UN: Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Weltgemeinschaft 2015 auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) geeinigt. Sie sind universell gültig. Auch Hamburg beteiligt sich an der Umsetzung die Agenda 2030. Bereits im Juli 2017 hat der Senat mit der Drucksache „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg“ den Fahrplan für die nächsten Jahre beschlossen. Die Umsetzung der Agenda 2030 und der damit verbundenen Nachhaltigkeitsziele stellt auch die Hamburger Bezirke, die im kommunalen Bereich die direkte Schnittstelle zu den Hamburger Bürger*innen sind, vor neue Herausforderungen. Kofi Annan, der ehemalige UN-Generalsekretär brachte die Kernaufgabe erfolgreicher Arbeit auf den Punkt: „Unsere größte Herausforderung im 21. Jahrhundert ist es, die einstweilen noch abstrakt erscheinende Idee einer nachhaltigen Entwicklung zur Realität für alle Menschen dieser Erde zu machen“.
