Wo kommen wir her?

Von der Agenda 21 zu HARBURG21

Agenda21-Logo: Emblem der Vereinten Nationen (UN). Da die  Agenda 21 in der  lokalen Umsetzung variiert,  gibt es keine einheitliche visuelle Identität. Es wird daher oft das UN-Emblem verwendet. (Bild: Vereinte Nationen (UN), Wikimedia Commons).Die Agenda 21 ist ein staatenübergreifendes Aktionsprogramm, das nachhaltige Entwicklung überall auf unserer Erde anstoßen und gestalten will. Die Vereinten Nationen haben dieses als Tagesordnung für das 21. Jahrhundert auf dem Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro beschlossen. Der Gipfel machte auf brennende Probleme aufmerksam, denen die Völkergemeinschaft im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert gegenübersteht. Zu diesen globalen Problemen zählen u.a. der Klimawandel und Umweltverschmutzungen. Betont wurde aber auch die zunehmende Bedeutung der Bildung bei der Lösung der Probleme.

Agenda 21, Präambel

„1.1 Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist.“

Auszeichnungsflagge der Ausschreibung Umweltschule in Europa  (Bild: Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Jürgen Marek).So entstand das Programm „Umweltschule in Europa“ als Folge des Nachhaltigkeitsgipfels Rio 1992, um die politischen Beschlüsse der Agenda 21 auch in der Schulbildung umzusetzen.

Die Agenda 21 bekennt sich zur nachhaltigen Entwicklung und betont dabei die gemeinsame globale Verantwortung, wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele gleichermaßen zu berücksichtigen. Ihre Kernidee ist, dass die Bedürfnisse heutiger Generationen nicht auf Kosten zukünftiger Generationen, der Umwelt und der Menschen in anderen Regionen der Welt gedeckt werden dürfen.

179 Regierungen, darunter auch Deutschland, verpflichten sich, die Maßnahmen der 40 Kapitel umzusetzen. Die Vereinbarung ist damit ein globaler Aktionsplan und ein Rahmen für nationale und lokale Aktivitäten zur Bewältigung der Probleme des 21. Jahrhunderts.

Kapitel 28 der Agenda 21 hebt hervor, dass viele der globalen Probleme am besten auf der örtlichen Ebene zu lösen sind. Unter dem Motto „Global denken – lokal handeln!“ ist deshalb jede Kommune aufgerufen, eine eigene lokale Agenda 21 zu erarbeiten. Die wesentliche Grundlage hierzu schuf die 1. Europäische Konferenz in Aalborg 1994, auf der 80 europäische Kommunen und 253 Vertreterinnen und Vertreter nationaler und internationaler Organisationen die sogenannte Charta von Aalborg unterzeichneten. Hierin verpflichteten sich die Städte und Gemeinden, in einen Prozess zur Verwirklichung einer lokalen Agenda 21 einzutreten. Auch der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat sich 1996 zur Aalborg-Charta bekannt.

Logo der lokalen Agenda21 „HARBURG21“, u.a. mit einer stilisierten Süderelbbrücke in rot, die die blaue Elbe überspannt (Bild: HARBURG21).Der Bezirk Harburg hat bereits 1997 eine Lokale Agenda 21 unter dem Namen "HARBURG21" ins Leben gerufen. Das lokale NachhaltigkeitsNetzwerk HARBURG21 repräsentiert seither die Lokale Agenda 21 in Harburg und Umgebung.