Politische Unterstützung und Struktur
Jeder erfolgreiche Entwicklungsprozess einer lokalen Agenda21 braucht eine politische Legitimation. Hierzu hat gerade die Harburger Politik wegweisende Beschlüsse gefasst, in denen die Arbeit von HARBURG21 im politischen Konsens aller Parteien der Bezirksversammlung als kommunale Struktur seit Jahrzehnten unterstützt wird. Im März 1997 beschlossen alle in der Bezirksversammlung Harburg vertretenen Parteien einstimmig die Einrichtung einer überparteilichen kommunalen Agenda 21 in Harburg. Der Beschluss von 1997 wurde am 7. Juni 2007 erneut bekräftigt. Neben der ideellen Unterstützung ist der Bezirk Harburg ein langjähriger Förderer des HARBURG21-Prozesses durch jährliche Zuwendungen von bezirklichen Gestaltungsmittel über Beschlüsse der Bezirksversammlung (unserem Kommunalparlament). Ein jährlicher Finanz- und Arbeitsplan schafft hierzu Transparenz.
Seit 2013 lobt der Bezirk Harburg zudem aufgrund eines einstimmigen interfraktionellen Beschlusses der Bezirksversammlung einen jährlichen Nachhaltigkeitspreis aus.
Die Leitungsstruktur von HARBUG21besteht aus dem Förderverein HARBURG21 e.V. und der Lenkungsgruppe. Der Förderverein ist als eingetragener Verein u.a. für die Finanzen des Netzwerkes verantwortlich, Er ist als gemeinnützig anerkannt und finanziert sich ausschließlich aus Fördermitteln, Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Alle können die ehrenamtliche Arbeit von HARBURG21 durch eine Spende an den gemeinnützigen Förderverein unterstützen.
Die Lenkungsgruppe begleitet und gestaltet den Prozess der nachhaltigen Entwicklung im Bezirk und trifft Entscheidungen über Strategien, Ziele, Maßnahmen und Bilanzierungen. In der Lenkungsgruppe sind alle politischen Parteien der Bezirksversammlung, der Vorsitz des Fördervereins von HARBURG21, die Bezirksamtsleitung, die Bezirksverwaltung, Vertreter bestimmter Arbeitsgruppen (z. B. Bildung und Verkehr) und Institutionen (z.B. TUHH) und des jeweiligen Agenda-Büros vertreten. Aktive Arbeitsgruppen sind heute die AG Verkehr und die AG Schulen21. Die Lenkungsgruppe tagt öffentlich etwa alle 2 Monate, die Ergebnisse der Sitzungen werden im Protokoll festgehalten. Die Lenkungsgruppe arbeitet ehrenamtlich.
Für das operative Geschäft gibt es ein Agenda-Büro, dessen Mitglieder neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit aus Honorarmitteln finanziert werden. Zu ihrer Arbeit gehören u.a. die Betreuung der Webseite, die Entwicklung und Durchführung von Veranstaltungen, die Erstellung von Publikationen und Informationen, die Presse- und Informationsarbeit, die Dokumentation und Medienarbeit und insbesondere der Kontakt zum Bezirk und den Netzwerkpartnern. Das Büro entwickelt sich z. Z. zunehmend zu einem digitalen Büro.