Dauerhafte Strukturen entstehen und erhalten sich nur durch Vernetzung. Es geht darum, Menschen mit Menschen zu verbinden, Menschen mit Ideen und Inhalten und Menschen mit Perspektiven und gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten. So muss es uns auch noch viel besser gelingen, Bürger:innen des Bezirks, Akteur:innen der Zivilgesellschaft und Vertreter:innen von Politik und der Verwaltung in eine Allianz zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen zu bringen. Wichtig ist auch die inhaltliche Vernetzung von Hamburg-weiten Aktivitäten wie die Entwicklung des Hamburger Klimaplans, und des Masterplans BNE.
Konkret geht es beim Netzwerken auch um Lernerfahrungen, die die Ebene der Wissensvermittlung überschreiten und die Inhalte der Nachhaltigkeitsziele persönlich erfahrbar machen. Dieses geschieht nicht von alleine, sondern erfordert besondere Formate, wie etwa in der Arbeit von HARBURG21 mit dem Format „Harburg grün und fair“. Dieses langjährige Angebot bringt seit 2018 viele Adressatengruppen zu lokalen Themen der nachhaltigen Entwicklung zusammen. Ziel ist es, der Öffentlichkeit niedrigschwellige Möglichkeiten zur Teilhabe an der nachhaltigen Entwicklung an verschiedenen Lernorten im Bezirk aufzuzeigen. Mit dabei waren bisher u.a. verschiedene Kitas und Schulen des Bezirks, die Bücherhalle Harburg, der Weltladen Harburg, die TuTech Innovation, Globales lernen Harburg, die Loki-Schmidt-Stiftung und die Baumschule von Ehren.
Die Startveranstaltung fand bereits 2018 mit der Kita Eddelbüttelstraße und der Harburger Bücherhalle zum Thema "Energie verwenden und nicht verschwenden" mit Texten und Bildern der Kinder der Kita statt. Die Bücherhalle Harburg begleitete die Veranstaltung mit einer Medienausstellung.
Auch die aktuelle Reihe "Zukunftsbaum-Pfade in Hamburg-Harburg" steht in der Tradition dieses Formates. Im Mai 2024 wurde der erste Harburger Zukunftspfad mit 12 Stationen im Max-Schmeling-Park und auf dem Harburger Rathausplatz eröffnet. Er will das Augenmerk auf Bäume richten, die in der Stadt besonders gut mit Klimaveränderungen wie Trockenheit und Hitze zurechtkommen (Klimabäume). Der Pfad hat seit seiner Eröffnung große Aufmerksamkeit erregt und auch ein positives Medieninteresse erfahren. Lokale Medien berichteten ausführlich. (Quelle: Elbe Wochenblatt 23, 8. Juni 2024, Wolfgang Wittenburg)
Spezielle Veröffentlichungen dienen der Vernetzung und der Transparenz einzelner Projekte. Ein besonders gelungenes Beispiel ist die die bereits 2014 veröffentliche Broschüre: "Gelebte Nachhaltigkeit im Bezirk Harburg, 22 Portraits zur zukunftsfähigen Entwicklung und 1. Harburger Nachhaltigkeitspreis“. Schwerpunkt war hier eine von HARBURG21 initiierte und durchgeführte strukturierte Interviewreihe, die 22 Projekte des Bezirks in einer gemeinsamen Veröffentlichung zusammenbrachte.
Seit 2013 schreibt der Bezirk Harburg auch mit dem Ziel der Vernetzung den Harburger Nachhaltigkeitspreis aus. Intensiviert werden sollten auch wieder regelmäßige Veranstaltungen und Netzwerktreffen im Bezirk. Sie können, wie der gelungene Vortrag des Klimaexperten Prof. Dr. Mojib Latif gleichzeitig Input und Möglichkeiten zur persönlichen Beteiligung der Bürger:innen bieten.
HARBURG21 arbeitet seit Jahren aktiv im Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) mit, Der Hamburger Senat hat 2018 das NFH ins Leben gerufen, um die Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, in Hamburg zu begleiten. 34 Hamburger Organisationen sind Mitglied im NFH, eine davon ist HARBURG21, das insbesondere in der AG Bildung mitarbeitet: https://www.nachhaltigkeitsforum.org/17-ziele-im-fokus-juergen-marek-von-harburg21/
Der Hamburger Senat hat im Juni 2021 den „Hamburger Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030“ beschlossen: https://www.hamburger-klimaschutzstiftung.de/projekte/masterplan-bne/. Damit ist der Weg geebnet, nachhaltige Bildungsangebote in allen Bildungsbereichen strukturell in der Hamburger Bildungslandschaft zu verankern. Ein Bildungsbereich sind hierbei die Bezirke. Mitglieder von HARBURG21 arbeiten sowohl an der Formulierung von Zielen und Maßnahmen für den Bereich Bezirke, als auch im Forum Bezirke mit.
Nationale Auszeichnungen tragen zur Förderung des Dialoges und zur Vernetzung von Initiativen und Organisationen, über den Bezirk Harburg hinaus bei. So wurde HARBURG2 bereits dreimal als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und 2016 als herausragendes Netzwerk für die Arbeit zur nachhaltigen Entwicklung im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (WAP) ausgezeichnet.