Klimawandel und Klimaresilienz
Der menschengemachte Klimawandel wird durch erhöhte Emissionen der sogenannten Treibhausgase Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid (Lachgas) und fluorierte Kohlenwasserstoffe verursacht.

Wesentliche Maßnahmen gegen eine Zunahme des Treibhauseffektes sind eine Verringerung der Emissionen und die Reduktion dieser Gase in der Atmosphäre durch Pflanzen oder Speicherung im Boden (CCS: Carbon Capture and Storage). Die Verweildauer von Treibhausgasen in der Atmosphäre variiert stark von Tagen bis zu Jahrtausenden. Bei einem Emissionsstopp fallen die Treibhausgaskonzentrationen nicht sofort auf ihre vorindustriellen Werte zurück, die CO2-Konzentration würde innerhalb von für unsere Gesellschaft relevanten Zeitskalen im Wesentlichen gar nicht zum vorindustriellen Stand zurückkehren. Konkrete Folgen und Maßnahmen gegen den Klimawandel finden sie hier.
Neben allen Anstrengungen zum Klimaschutz durch Reduktion der Emissionen brauchen wir zunehmend auch Maßnahmen zur Förderung von Resilienz gegenüber Klimafolgen. Klimaresilienz ist die Fähigkeit von sozialen und ökologischen Systemen, negative Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und sich von ihnen zu erholen. Es geht primär um die langfristige Entwicklung von Transformationspfaden, die wirksame Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel aufbauen und umsetzen.
Viele Folgen des Klimawandels lassen sich in Bestand und Neubau durch städtebauliche und bauliche Maßnahmen mit der Gestaltung einer grün-blauen Infrastruktur auffangen. Eine zentrale Rolle spielt die verstärkte Integration von Vegetation in Architektur und Städtebau im Sinne der Entwicklung einer grünen Infrastruktur.

Mitgedacht werden muss hier auch eine blaue Infrastruktur, die alle wasserbezogenen Elemente in der Stadtplanung, wie Flüsse, Seen, Kanäle, und Teiche berücksichtigt, die zur Klimaregulierung, Hochwasservorsorge und Erhöhung der Lebensqualität beitragen können. Eine wesentliches Ziel ist hier ein Regenwassermanagement zur Speicherung und Versickerung von Niederschlagswasser, um Überflutungen vorzubeugen und Kanal-systeme zu entlasten. So entsteht insgesamt eine nachhaltige Infrastruktur, die Vegetationsflächen mit naturnahen Gewässern verbindet. Schwerpunkte von Klimaresilienz finden Sie hier.