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Harburger Unternehmen mit vorbildlicher Energiebilanz

Harburger Firmen punkten mit Energiesparmaßnahmen. Eine Maschinenbau-Fabrik sparte drei Viertel der jährlichen Energiekosten und gewann den Solarpreis 2007. Bis 2009 sanken die Heizkosten nach der Umrüstung um 60 Prozent.

Maschinenbau- und Industrieservice-Betrieb Nitzbon & Partner

Im Rahmen der "Initiative Arbeit und Klimaschutz" hat die Solarinitiative Nord den Solarpreis 2007 an den Harburger Maschinenbau- und Industrieservice-Betrieb Nitzbon & Partner GmbH in Harburg übergeben. Unterzeichner der Solarpreis-Urkunde waren Umweltsenator Axel Gedaschko und Klaus Schröder, Technischer Leiter der Innung Sanitär Heizung Klima.

Von heute an beheizt die Maschinenbau-Fabrik am Penzweg in Neuland rund 1.800 m2 Werkstatthallen und 300 m2 Büroräume, indem sie eine Holzhackschnitzel-Heizanlage im Keller mit einer 80m2-Solaranlage auf dem Fabrikdach kombiniert. Die Holzhackschnitzel-Heizanlage wird mit Abfällen von Sägearbeiten aus der Umgebung befeuert. Zusammen mit der thermischen Solaranlage garantiert diese auch die Warm-Wasser-Versorgung wie etwa das Wasser für die Mitarbeiter-Duschen.

In Zahlen ausgedrückt, spart das Unternehmen je nach Ölpreis plus minus 60 Prozent der jährlichen Energiekosten und ist damit lokaler Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Zudem rechnet sich die neue Anlage bereits in sieben Jahren, da nur noch 3.600 Euro statt 16.460 Euro Energiekosten im Jahr anfallen.

Inzwischen hat die Firma außerdem einen Liefervertrag mit einem Ökostrom-Anbieter unterschrieben. Für die Zukunft plant die Maschinenbau-Fabrik Nitzbon & Partner noch weitergehende Energiesparmaßnahmen. So will sie auf drei bis vier Hektar Land Miscanthus-Kulturen anbauen.

Kleiner Schönheitsfehler in puncto Klimabilanz bleiben allerdings die Dieselfahrzeuge, mit denen die Mitarbeiter zu den Kunden fahren. Eine Umrüstung auf umweltschonende Treibstoffe wie Wasserstoff, elektrischen Strom oder Rapsöl  ist aber vorgesehen, sobald sich eine kostengünstige Finanzierung bietet.

Förderer der Energiesparmaßnahmen sind die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und der Bund.

Rückfragen:
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Tel.: 040-42840-2051 oder -2058, -3063, -3249

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