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Weltladen Harburg: Produkte aus Fairem Handel

Portrait

Weltladen Harburg (Foto Weltladen Harburg)Träger des Weltladens Harburg ist der Verein Fair Trade Harburg e. V. Der Vereinszweck ist das Betreiben eines Weltladens zum Verkauf von Produkten des Fairen Handels. Zur Zeit arbeiten 15 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weltladen.

Der Weltladen ist Mitglied im Weltladen Dachverband. In ihm haben sich knapp 500 Weltläden zusammengeschlossen (vgl. www.weltladen.de). Es gibt ein Corporate Design, durch den alle Weltläden wiedererkennbar gestaltet sind, unter anderem durch die Benutzung eines gemeinsamen Logos und eines einheitlichen Einrichtungskonzeptes.

Die Konvention der Weltläden umfasst sieben Kriterien:
•    Sozial- und Umweltverträglichkeit
•    Transparenz
•    demokratische Organisationsform
•    Kontinuität
•    not-for-profit-Charakter
•    Information und Bildungsarbeit
•    Regeln für Ergänzungsprodukte

Der Faire Handel
- ermöglicht Kleinbauern und Arbeitern die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen.
- unterhält transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen zu Organisationen, die die Interessen der ProduzentInnen vertreten.
- schließt unfairen Zwischenhandel aus.
- sichert die Rechte von Kindern und fördert die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der beteiligten Organisationen.
- fördert die Umstellung auf biologische Landwirtschaft.
- leistet Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten.

Kontakt:
Weltladen Harburg
Hölertwiete 5
21073 Hamburg
Tel: 040/ 679 53 649
Email: welaha(at)gmx.net
Homepage: www.weltladen.de/Harburg


Bedeutung des Nachhaltigkeitsgedankens für die Arbeit und Schwerpunkte gelebter Nachhaltigkeit

Laut Forum Fairer Handel profitieren weltweit über 1,2 Millionen KleinbäuerInnen und ArbeiterInnen in über 60 Ländern direkt von den Vorteilen des Fairen Handels. Zusammen mit ihren Familien sind das mehr als sechs Millionen Menschen, die durch Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitssituation verbessern können.

Der Weltladen Harburg berücksichtigt in seiner Arbeit alle Nachhaltigkeitsdimensionen:

Im Bereich der Ökologie sind folgende Aktivitäten zu nennen: Der Weltladen Harburg ist ein Fachgeschäft für Fairen Handel, in dem wir Lebensmittel und Kunsthandwerk aus Ländern des Südens anbieten. Die Lebensmittel haben rund 80 Prozent Bioqualität. Ein Teil des angebotenen Kunsthandwerks wird aus Recycling-Materialien wie zum Beispiel Blech, Reissäcken, (Bonbon-)Papier oder Glas hergestellt. Die angebotenen Produkte kommen weitgehend per Schiff nach Deutschland. Auf vorbildliche Verpackungen der Waren legen wir großen Wert, zum Beispiel gibt es aluminiumfrei verpackte Schokolade.

Im Laden und im Büro vermeiden wir Abfall und praktizieren eine getrennte Abfallsammlung. Den getrennten Abfall bringen wir zum Recyclingzentrum, da der Vermieter keine getrennte Abfallsammlung anbietet. Unser Stromanbieter ist Naturwatt.

Im sozialen Bereich gibt es folgende Aktivitäten: Wir bieten Produkte aus Fairem Handel an. Der Begriff Fairer Handel (englisch Fair Trade) meint dabei eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht. So handeln zum Beispiel die Erzeuger und die Importeure gemeinsam ihre Produkt-Preise aus. Das ermöglicht den Produzenten (benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter) ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel. Folge ist etwa, dass es keine ausbeuterische Kinderarbeit gibt, sondern Kindern eine Schul- und Berufsausbildung erhalten. In der gesamten Handelskette ( vom Kleinbauern bis zum Weltladen) werden nicht nur die internationalen Umwelt- und Sozialstandards eingehalten, sondern darüber hinaus die von allen Akteuren des Fairen Handels entwickelten höheren Standards erfüllt.

Um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten, leistet der Weltladen Harburg außerdem Bildungs- und politische Kampagnenarbeit. So nimmt er zum Beispiel regelmäßig am internationalen Weltladentag im Mai und an der deutschlandweiten „Fairen Woche“ im September teil. Außerdem bietet er Fortbildungskonzepte zu verschiedenen Themen und Altersgruppen vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung an. Interessenten können diese Materialien im Weltladen kostenlos ausleihen.
Im Weltladen Harburg finden regelmäßige Fortbildungen aller Weltladenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter statt. Ein weiterer Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit ergibt sich durch die demokratische Entscheidungsfindung im Weltladenteam.

Natürlich berücksichtigt der Weltladen auch ökonomische Aspekte der Nachhaltigkeit: Der Faire Handel erfüllt die ökonomischen Anforderungen der Nachhaltigkeit dadurch, dass er zum Beispiel nur langfristige Handelsbeziehungen eingeht und unfairen Zwischenhandel aussschließt. Dazu finden immer wieder Beratungen in den allen Bereichen der Unternehmensentwicklung statt. Da der Weltladen Harburg ausschließlich Produkte des Fairen Handels bezieht (zum Beispiel von GEPA, EL PUENTE oder dwp), leistet er einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.


Perspektiven der weiteren Arbeit und Kooperationen

Der Weltladen Harburg befindet sich zurzeit neben dem Harburger Rathaus. Wir suchen nach einem besseren Standort mit mehr Laufkundschaft, um in Zukunft bezahlte Stellen einrichten zu können.

Der Weltladen Harburg ist im Bezirk Harburg mit der Bioinsel, die Bioprodukte zum Verkauf anbietet, und dem Projekt „Neugraben fairändern“ vernetzt. Ferner gibt es immer wieder gemeinsame Aktionen und Netzwerk-Aktivitäten mit HARBURG21.


HARBURG21 als Lokales NachhaltigkeitsNetzwerk

Das Team des Weltladens Harburg freut sich, dass es eine Lokale Agenda 21 im Raum Harburg gibt. Besonders hervorzuheben ist hier die Webseite www.harburg21.de, die alle Aktivitäten zur Nachhaltigkeit bündelt und präsentiert. Wir empfehlen, den Newsletter kürzer zu gestalten, zum Beispiel die aktuellen Informationen auf ein bis zwei Seiten zusammenzufassen und weitergehende Informationen zu hinterlegen. //

Links:
Weltladen in der Hölertwiete 5 neu eröffnet (Bericht 16.10.15 mit vielen Bildern)
Weltladen Harburg (Projekteintrag im Handlungsfeld Soziales)
Fairer Handel contra Ausbeutung (Reportage 14.06.13)


> HARBURG21-Porträt (Beitrag zur Interviewreihe "Gelebte Nachhaltigkeit")

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