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Kita Eddelbüttelstraße: KITA21 – die Zukunftsgestalter!

Portrait

Bärbel Melzer (links) und Barbara Dudeck (Foto Jürgen Marek)Die Kita liegt im Harburger Phoenix-Viertel. Das 100jährige Haus mit Ecken und Winkeln hat seine eigene Atmosphäre, vom Keller bis zum Boden haben zurzeit 126 Kinder Raum, den Tag vielfältig zu gestalten. Betreut werden Kinder im Alter von acht Wochen bis zum Schulkindalter. Ein besonderes Angebot ist das Eltern-Kind-Zentrum, ein Treffpunkt für Eltern mit kleinen Kindern, die (noch) nicht regelmäßig in der Kita betreut werden. Eltern können hier in gemütlicher Atmosphäre Erfahrungen austauschen oder sich Rat von erfahrenen Pädagogen holen. Die Kita Eddelbüttelstraße gehört zum Unternehmen „Die Elbkinder – Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten GmbH“, das mit 178 Kitas und täglich betreuten 25.000 Kindern der größte Kita-Träger der Stadt ist.

Die Arbeit steht unter dem Leitbild: „Wir bereiten den Weg in eine ideenreiche und solidarische Gesellschaft von morgen.“ Im Sinne dieses Leitbildes hat die Kita Eddelbüttelstraße 2012 die KITA21-Auszeichnung der S.O.F. – Save Our Future Umweltstiftung erhalten. Im Mittelpunkt dieser Auszeichnung steht Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die auf zukunftsfähiges Lernen mit der Entwicklung von Kompetenzen zur Gestaltung und Modellierung jetziger und zukünftiger Lebenssituationen im Sinne nachhaltiger Entwicklung setzt.

Kontakt:
Kita Eddelbüttelstraße
Eddelbüttelstraße 9, 21073 Hamburg
Tel. 040-77 57 75, Fax 040-77 57 42
E-Mail: kita-eddelbuettelstrasse(at)elbkinder-kitas.de
Web: www.elbkinder-kitas.de/de/kita_finder/kita/201
Verantwortliche Betreuerinnen für das KITA21-Projekt: Barbara Dudeck und Bärbel Melzer



Bedeutung des Nachhaltigkeitsgedankens für die Arbeit


Es geht uns darum, Lebensperspektiven für nachfolgende Generationen zu erhalten und zu eröffnen. In der Vorschularbeit können Kinder spielerisch und forschend ein Bewusstsein für ihre Umwelt  entwickeln. Hierbei ist es uns wichtig, dass Kinder Zusammenhänge erkennen und ihre Selbstwirksamkeit deutlich wird. Gerade die große Offenheit der Kinder ermöglicht es, ein Bewusstsein zu schaffen und Kompetenzen zu entwickeln, die sie ermutigen und befähigen, eine nachhaltige Entwicklung mitzugestalten.


Schwerpunkte gelebter Nachhaltigkeit

2012 wurde unsere Kita mit dem Siegel KITA21 für ihr Projekt „Gesunde Ernährung und Konsumverhalten“ ausgezeichnet. Das Projekt thematisierte insbesondere für Fünfjährige Schwerpunkte wie die ungleiche Verteilung von Nahrungsressourcen auf der Welt, Bestandteile unserer Nahrung, gesunde Ernährung, und die Herkunft unserer Nahrung. Hierbei standen handlungsorientierte Lernformen im Vordergrund, welche die Kinder durch selbständiges Handeln zu neuen Erkenntnissen und Erfahrungen führten. So setzte der plakative Satz „Die Frikadelle kommt nicht vom Frikadellentier“ Erkundungen in Gang, die durch Experimente zu unseren Nährstoffen und eigenes Herstellen von Nahrungsmitteln wie Butter oder Sahne mit anschließender Verkostung begleitet wurden. Eindrucksvoll konnten die Kinder in Rollenspielen wie dem Bewegungsspiel, in dem sie verschiedene Varianten der Hühnerhaltung am eigenen Leibe erfuhren, bleibende Erkenntnisse gewinnen. Stets stand das selbständige kompetenzorientierte Lernen im Vordergrund. Auch die Darstellungen und Präsentationen in Form von Schaubildern eröffneten vielfältige kreative Handlungsmöglichkeiten.

Selbstverständlich steht auch  das tägliche Essenangebot in der Kita  unter dem Gesichtspunkt gesunder Ernährung. Gemäß dem Auszeichnungssiegel „FIT Kid“ steht ein vollwertiges Verpflegungsangebot bereit. Unsere Basis dafür ist der Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen  der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „Fit Kid“ bedeutet ein gesundes frisch gekochtes Mittagessen, das durch ein Angebot von frischem Obst und Gemüse und ungesüßtem Tee, Milch und Wasser ergänzt wird. Das Essengebot wird begleitet durch Information zur gesunden Ernährung und  der gemeinsamen Entwicklung einer selbstbestimmten Esskultur. Insgesamt stellen wir auch eine Verbesserung der Qualität und der kritischen Bewertung des mitgebrachten Frühstücks durch die Kinder fest.


Und wie geht es weiter?

Natürlich bleibt die Kita Eddelbüttelstraße hinsichtlich des KITA21-Siegels am Ball. Ein zweites  großes Projekt für eine erneute Bewerbung ist bereits angelaufen. Es geht hier um das Thema Wetter- und Klimawandel, wobei der Ansatz bewusst über das für die Kinder unmittelbar erfahrbare Wetter gewählt wurde. Auch hier geht es um selbsttätige experimentelle Zugänge zu Themen wie Treibhauseffekt und Wüstenbildung, die vielfältige Handlungsmöglichkeiten der Kinder eröffnen. Begleitet wurde dieses von anspruchsvollen Überlegungen und Darstellungen zum ökologischen Fußabdruck verschiedener Länder und der eigenen Person. Die Umgestaltung von für die Arbeit verwendeten Schuhen in kleine modische Kunstwerke verdeutlicht einmal mehr das Potenzial, das in der Arbeit zur positiven Bewusstseinsbildung zum Beispiel in Sachen Müll beiträgt. „Macht Natur Müll“ war hier eine anspruchsvolle Fragestellung, die in einem „philosophierender Ansatz“ den Kindern offene Meinungen erlaubte und nicht sofort in die Kategorien richtig und falsch sortiert.

Und natürlich geht es auch im täglichen Leben weiter. Eine Solaranlage auf unserem Dach ist der sichtbare Beweis nachhaltigen Handels. Die Bewerbung für „fifty/fifty-junior“, die ressourcensparendes Verhalten in den Kitas analog zum fifty/fifty-Projekt Hamburger Schulen auf den Weg bringen soll, ist bereits abgegeben. Und auch unsere kompetenzorientierte Arbeit hinsichtlich eigenständiges Experimentierens soll weiter professionalisiert werden. Die Mitarbeit und Fortbildung am Projekt „Haus der Kleinen Forscher“ in Berlin wird hier neue Perspektiven und Themenfelder eröffnen.


HARBURG21 als Lokales NachhaltigkeitsNetzwerk

HARBURG21 ist uns bisher wenig bekannt. Ein erster Kontakt zur Homepage des NachhaltigkeitsNetzwerkes hat anlässlich dieses Gespräches stattgefunden und uns positiv überrascht. Die Gestaltung und die Texte sind ansprechend und gut. Die aktuellen Informationen sind wertvoll und werden von uns sehr begrüßt. Und natürlich sind wir bereit, stärker mit anderen Harburger Akteuren, die nun zum Teil zum ersten Mal ins eigene Bewusstsein getreten sind, zusammenzuarbeiten. //

> HARBURG21-Porträt (Beitrag zur Interviewreihe "Gelebte Nachhaltigkeit")

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