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Drei Preisträger*innen beim 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis - Umwelt, Bildung und Soziales gewinnen

5.000 EUR für öko-soziales Wohnen, integratives Umwelthandwerk und lokalen Lebensmittel-Energie-Kreislauf

Coronabedingt fand am 19. März die Verleihung des 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis online statt. Drei Bewerberinnen und Bewerber konnten sich über den 5.000 Euro dotierten Preis freuen. Förderer des Preises waren die Bezirksversammlung Harburg und die Sparda-Bank Hamburg. Kooperations-Partner der Veranstaltung war wie schon in den Vorjahren die Initiative HARBURG21.

Korinna Schulz mit Familie (Foto Iain Greis)Der erste Preis in Höhe von 2.500 Euro ging an das Projekt Wohnen hoch 3, vertreten durch Andreas Najock. "Alle Dimensionen der Nachhaltigkeit, also Ökologie, Ökonomie, Soziales und Partizipation, sind vorbildlich vertreten und werden konsequent umgesetzt", sagte Robert Timmann, Präsidiumsmitglied der Bezirksversammlung Harburg.  Es handle sich um ein innovatives, generationsübergreifendes und integratives Wohnprojekt mit hohem Modellcharakter für Harburg. Besonders hervorzuheben sei die enge Verbindung zwischen Natur und Wohnen. Es zeige eindrücklich, wie ein Miteinander bei Schonung der natürlichen Ressourcen gelingen kann.

Angesichts der beeindruckenden Mitbewerbungen kam die Entscheidung der Jury völlig überraschend für das Team von Wohnen hoch 3. Die Freude war umso größer: "Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unseres nunmehr vierjährigen Engagements. Der Preis ist eine besondere Auszeichnung für uns", erklärte Iain Greis." Nachhaltiges, ökologisches Bauen muss nicht teurer sein und wir hoffen auf viele Nachahmer*innen im Süderelberaum."  

Dr. Kai Hünemörder vom ZEWU mit Siegerurkunde (Foto Elbcampus)Den zweiten, mit 1.500 EUR dotierten Platz belegte das Projekt IQ Projekt Mission Zukunft – Modul Umwelthandwerk des Zentrums für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik der Handwerks-Kammer Hamburg. Die Jury hob das Innovative und die Kombination von Bildung, ökologische Themen, wirtschaftliche Aspekte und Integration hervor. In Zeiten des Fachkräftemangels entstehe eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. "Das Thema ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz", so Timmann.

Nicht weniger überrascht und ebenso freudig waren Haiko Hörnicke und Dr. Kai Hünemörder vom ZEWU über die Zweitplazierung des integrativen Bildungsprojektes: „Die Auszeichnung freut uns und macht uns sehr stolz", so Hörnicke. "Die zielgerichtete Vermittlung von umwelthandwerklichem Know-How gelingt durch die Kooperation mit unseren Partnerprojekten innerhalb des IQ Netzwerks Hamburg. Damit können wir das Fachkräfte-Potenzial aufbauen - für den Klimaschutz und letzlich für uns alle.“

Screenshot von Martha Starke von morgen.jetzt1.000 EUR bekam das Projekt EcoCi der Technischen Universität Hamburg, Institut für Abwasser-Wirtschaft und Gewässerschutz, Gruppe Bioressourcenmanagement und Zinnwerke e.V. EcoCi stehe für die lokale Kreislaufwirtschaft und zeige nach dem Urteil der Jury anschaulich, wie Bioabfälle gewinnbringend weiterverwendet werden können. Auch diese Auszeichnung kam bei Steffen Walk von der TUHH und dem Team von den Zinnwerken sehr gut an: "Wir freuen uns riesig, den dritten Platz erreicht zu haben", sagte Projektleiter Steffen Walk. Dies zeige die hohe gesellschaftliche Relevanz des Projekts. "Wir sind auf dem richtigen Weg, wissen aber auch, welche großen Schritte noch vor uns liegen und der Preis hilft uns, diese anzugehen", betonte  Walk. 

Die Preisverleihung erfolgte durch Robert Timmann, dem zweiten stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksversammlung Harburg, die Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen und durch Norbert Koßyk, Filialleiter der Sparda-Bank in Hamburg-Harburg.

Wer von der Jury nicht mit einer Prämie bedacht worden war, ging dennoch nicht ganz leer aus. "Alle eingereichten Projekte sind Teil der nachhaltigen Entwicklung im Bezirk", schloss Jürgen Marek die Veranstaltung nach genau 45 Minuten. "Darum erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber, die keinen Preis bekommen haben, eine Anerkennungsurkunde." 

Kooperationspartner der Veranstaltung war wie schon in den Vorjahren die Initiative HARBURG21, welche die Lokale Agenda 21 und das NachhaltigkeitsNetzwerk im Raum Harburg darstellt.

Text: Chris Baudy
NUN-Logo Bildungspartner für Nachhaltigkeit
Fotos: eingereicht


Projektprofile der PreisträgerInnen:

Wohnen hoch 3, vertreten durch A. Najock: „Wohnen hoch 3“ (Preis 1)

Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik / Handwerkskammer Hamburg: IQ Projekt Mission Zukunft – Modul Umwelthandwerk (Preis 2)

Technische Universität Hamburg, Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz, Gruppe Bioressourcenmanagement und Zinnwerke e.V.: EcoCi (Preis 3)
 

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