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Lokales NachhaltigkeitsNetzwerk HARBURG21 beim Heisenberg-Gymnasium

Welche Initiativen gibt es bereits im Bezirk Harburg, die sich mit dem Themenbereich "(Bildung für) Nachhaltige Entwicklung" beschäftigen? Lehrer Vincent Märtig stieß im Internet bald auf HARBURG21. Am 27. Mai 2010 präsentierte Dr. Chris Baudy vor AbiturientInnen in einem interaktiven Vortrag "Lokale Agenda 21 - Graue Theorie oder bunte Vielfalt?" das Lokale NachhaltigkeitsNetzwerk HARBURG21.

Einige AbiturientInnen des Heisenberg-Gymnasiums bei der Präsentation (Foto Gisela Baudy)

"Ich war erstaunt, als ich bei meinen Recherchen auf eine gut aufgestellte lokale Agenda 21 im Harburger Bezirk stieß", hatte Klassenlehrer Vincent Märtig noch Monate zuvor im Telefonat gesagt, bevor er dann mit HARBURG21-Bildungsexperte Chris Baudy einen konkreten Vortragstermin im Mai vereinbarte. Denn seine Abiturientinnen und Abiturienten sollten in den Alltag der örtlichen Lokalen Agenda 21 Einblick erhalten.

Am Donnerstag, 26. Mai, war es so weit. Kaum war die große Mittagspause vorbei und hatten sich alle ihren Platz gesucht, gab es einen kleinen Agenda 21-Quiz als Warming-Up. Die Multiple-Choice-Fragen reichten von "Was verbirgt sich hinter dem Begriff Nachhaltige Entwicklung?" bis "Welche Produkte gibt es in einem Weltladen zu kaufen?" Alle versuchten sich an den Fragen, so gut sie konnten, und bekamen auf diese Weise schon mal vorab ganz beiläufig die Komplexität der Agenda 21-Thematik mit.

Die Abiturientinnen hören aufmerksam zu. (Foto Gisela Baudy)Per Laptop und Beamer ging es dann ans Eingemachte. Baudy gab zunächst einen kurzen Überblick über die Anfänge von Agenda 21, etwa die nationalen, regionalen und lokalen Aktionspläne und deren Fortschreibungen in Form von Millenniumszielen (2000) und der Ausrufung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2002). Dann kam er auf dden Beginn, die Struktur, die Ziele und Erfolge von HARBURG21 zu sprechen. Dabei wies der Referent auf die Online-Präsenz, die Info- und Bildungsmaterialien und auf die intensive Öffentlichkeitsarbeit hin. Wer wollte, konnte sich einklinken. "Welche Projekte habt ihr konkret?", wollte etwa eine Schülerin genauer wissen. Sie erfuhr, dass HARBURG21 zum Beispiel an einer Vortragsreihe zu nachhaltigen Themen arbeitet, gemeinsame Infostände mit anderen nachhaltigen Initiativen im Bezirk pflegt oder den Internetauftritt in Englisch und Türkisch aufgebaut hat und immer noch aufbaut.

Der dritte Teil der Veranstaltung beschäftigte sich mit dem Thema Partizipation und rief alle Anwesenden zum Mitdenken und Mitmachen auf. Wie können wir etwa in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, Müllvermeidung und Recycling, Schonen von Ressourcen oder im Bereich Mobilität an der nachhaltigen Entwicklung unseres Stadtteils mitwirken? "Wir können regionale und biologisch angebaute Produkte kaufen", hieß es da. Oder es war zu hören "Wir können Umweltpapier kaufen" oder "auf Kurzstrecken Fahrrad fahren". Auch von Waren, die das Fairtrade-Logo tragen, war die Rede. "Wie können sich aber Schüler und Studenten diese relativ teuren Produkte leisten?", wollte ein Abiturient wissen. Biokisten, die man sich gemeinsam kauft, gab Baudy etwa als Tipp mit auf dem Weg. "Ihr habt zwar in der Regel nicht das Kapital Geld", ergänzte Märtig. "Aber ihr habt das Kapital Zeit. und damit einen großen Vorsprung vor den anderen."

Abiturientinnen beim HARBURG21-Rollenspiel (Foto Gisela Baudy)Auch zum Thema Partizipation im Studium hatte Baudy ein paar Tipps parat. Die Präsentation endete mit einem Rollenspiel mit dem Titel "Ist Agrarsprit eine saubere Lösung?" Schnell waren die Rollen verteilt. Ein Industrieller aus der Autobrance, ein Spritfabrikant, ein Politiker und ein ADAC-Vertreter gaben sich Pro und Kontra mit der Pressesprecherin einer Umweltorganisation, einem Vertreter der Dritten Welt, einer Vorsitzenden des World Future Council und einer Vertreterin des Verkehrsverbundes. Im Handumdrehen sahen sich die AbiturientInnen mitten in einen wichtigen Agenda 21-Zielkonflikt versetzt. Zum Schluss gab es lautes Klopfen.

"Ich möchte den Kontakt zu HARBURG21 zum Beispiel über Präsentationen wie diese hier gerne als feste Einrichtung in jeder Abiturklasse einrichten", sagte Märtig beim Abschied. Mit dem Vortrag "Lokale Agenda 21 - Graue Theorie oder bunte Vielfalt?" setzt HARBURG21 seine Vortragsreihe zu nachhaltigen Themen fort, die im Jahr 2008 ihren Anfang nahm.

Buchtipp für AbiturientInnen (mit Buchbesprechung):
Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit

gb 28.05.2010

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