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Grünes Licht für gute Luft - Erste Aerosol-CO2-Ampel an Schulzentrum übergeben

Heute übergaben Vertreter*innen von HARBURG21 und der PSD Bank Nord dem Zentrum für Schulbiologie und Umweltbildung (ZSU) eine Aerosol-CO2-Ampel für den Einsatz im Schul- und Familienprogramm. Es war der Auftakt für ein Pilotprojekt für COVID-19-sicheren Schulunterricht.

Dr. Regina Marek , Aykut Bozkurt, Heike Elvers und Hans Hintze bei der Übergabe (Foto: Chris Baudy)Es ist kalt aber sonnig am Hemmingstedter Weg 142 und sehr ruhig, viel zu ruhig. Denn hier ist das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) zu Hause - ein Ort, an dem normalerweise das außerschulische Leben tobt. Täglich streicht mindestens eine Schulklasse über das Gelände und setzt sich erlebnisorientiert mit Natur auseinander. „Was brauchen Schafe, Hühner und Schweine? Wie leben – und arbeiten – Bienen, Hummeln oder Spinnen? Wie sieht naturnahes Gärtnern aus? Welche physikalischen Eigenschaften hat Wasser?“ sind nur einige der vielen Fragen, die hier erforscht werden können. Wenn da nicht Corona wäre ….

Aerosol-CO2-Ampel im Einsatz (Foto: Chris Baudy)Dann wären wir heute allerdings auch nicht hier. Wir stehen ordnungsgemäß mit großem Abstand und dem korrekten Mund-Nasen-Schutz in einem großen Klassen-Raum. Ein Fenster ist geöffnet. Von einer der Tischreihen signalisieren uns waagerecht und senkrecht angeordnete kleine, hellgrüne Leucht-Punkte: Die Luft ist rein!

„Wir danken sehr für dieses kleine Gerät“, freut sich Heike Elvers zusammen mit ihrem Kollegen Hans Hintze vom Förderverein Schulbiologiezentrum Hamburg e.V.  und nimmt das Luft-Messgerät von Dr. Regina Marek vom Förderverein HARBURG21 e.V. und Herrn Aykut Bozkurt von der PSD Bank Nord entgegen. „Es ist mit und ohne COVID-19 äußerst willkommen. Es sorgt für gute Luft und gibt gleichzeitig  Einblicke in den praktischen Nutzen digitaler Technik in ihrem Lernalltag.“ Denn mit dem Gerät könne ohne störendes Stoßlüften während des Unterrichts für gute Luftverhältnisse gesorgt werden, da es per Rotlicht den Lüftungsbedarf anzeige, sobald der CO2-Gehalt und damit die Aerosolkonzentration im Klassenraum zu hoch ist.

„Ein besonderer Lerneffekt entsteht natürlich, wenn Oberstufen-Schülerinnen und Schüler im Physik-Unterricht selbst so ein Gerät zusammenbauen“, ergänzt  Hans Hintze und deutet auf die Bauanleitung, die vor dem etwa handgroßen Apparat liegt. Was allerdings schwieriger sein dürfte, als das bislang „unverkleidete“ Messgerät mit einer Holz-Verschalung zu versehen, da war sich Dr. Regina Marek sicher.

Die Luft im Raum bewegt sich immer noch im grünen Bereich – klar, mit fünf Personen bleiben wir unterhalb der üblichen Klassenstärke, selbst unter Corona-Bedingungen. Irgendwo draußen blökt ein Schaf und läutet das Ende der Übergabe ein. Die kleine Versammlung löst sich auf und jede*r nimmt Hausaufgaben mit nach Hause: "Ich prüfe mal, ob wir in unserem Bankhaus in unseren Besprechungsräumen auch so eine CO2-Ampel aufstellen können", versprach Herr Bozkurt. Das ZSU und HARBURG21 werden in ihren Medien und Netzwerken dafür sorgen, dass die Schulen Wind von der Sache bekommen und sich bei HARBURG21 bewerben: entweder für einen Bausatz mit Anleitung oder eine fertig gebaute Aerosol-CO2-Ampel. Die Ausschreibung beginnt am 15. April  und endet mit dem letzten Tag im Mai dieses Jahres.  Lesen Sie hier den Aufruf zur Bewerbung.

Text und Fotos: Chris Baudy

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