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HARBURG21 zu Besuch beim Wasserlabor KSH2O - Reportage Mai 2010

Jedes halbes Schuljahr treffen sich etwa 12 junge ForscherInnen der Katholischen Schule Harburg jede Woche und entdecken die Wasserwelt: zunächst draußen und dann im Labor. Es handelt sich um das Projekt Wasserlabor KSH2O, das im zukünftigen BNE-Leitfaden von HARBURG21 Aufnahme finden wird. HARBURG21 war am 26. Mai 2010 dabei.

Junge Wasserforscher am Computer (Foto Gisela Baudy)Seit Februar 2010 ziehen die Fünft- und Sechst-Klässler der Katholischen Schule Harburg jeden Mittwoch mit Keschern, Eimern und Sichttiefen-Gerät los, um von verschiedenen Stellen im nahegelegenen Göhlbachtal Wasserproben zu nehmen. Dabei führen sie Wasser- und Luftmessungen durch und holen mit Keschern heimische Fische und Plankton. Im schulischen Labor, einem ehemaligen Waschraum der Turnhalle, warten bereits Mikroskope, Computer und Aquarien, in denen sich auch Getier aus anderen Gewässern wie etwa Stichlinge, Wollhandkrabben, Bitterlinge oder Teichmuschel tummelt.

Lehrer Dietmar Grünberg mit dem Planktonkescher im Aquariumraum (Foto Gisela Baudy)Mit Hilfe von Schultafel, Papier und Computern halten die jungen Entdecker die im Labor ermittelten Werte fest. Ziel ist die langfristige Sammlung aller Daten, um sie gegebenenfalls dereinst zuständigen Behörden übermitteln zu können. "Die Kinder sind alle sehr begeistert und diszipliniert bei der Sache", sagt Projektleiter Dietmar Grünberg. Und setzt anerkennend hinzu: "Sie arbeiten selbständig bis zum Schluss, wenn es nach vier Stunden harter Arbeit ums Aufräumen geht."

Warum das so ist, dafür haben die jungen Wasserforscher gleich viele Antworten parat: "Ich finde das Arbeiten mit dem Mikroskop sehr spaßig", erklärt Rafael. Cassandra hat Freude am Angeln. Victoria machen die Wasserproben, das Fischefüttern und das Reinigen der Aquarien große Freude. Und Vincent findet das ganze Drum und Dran des Wasserlabors sehr "spannend".

Zum Wasserlaborprojekt gehört auch die Aktion "Entenfüttern verboten". Dabei sollen entenfütternde Spaziergänger lernen, dass Füttern Gewässer und Enten sehr schadet. "Naturschutz ist Enten füttern, sagen viele", erklärt Grünberg. "Das ist es eben nicht. Ich möchte die Kinder und ihre Eltern zum Umdenken bewegen." Geplant sind Rollenspiele für die Kommunikation dieses schwer zu vermittelnden Themas zwischen Jung und Alt.

Das Wasserlabor KSH2O wurde Anfang 2010 von der Stiftung Katholische Schulen mit einem Preisgeld in Höhe von 1000,- Euro ausgezeichnet. Am 13.11.13 erhielt es mit zwei anderen Preisträgern den je mit 500 Euro dotierten Harburger Nachhaltigkeitspreis 2013. Darüber hinaus reiht es sich von der Sache her in schulische Projekte ein, die die "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) im Schulalltag verankern möchten. Der BNE-Leitfaden von HARBURG21 soll einen ersten Überblick über mögliche BNE-Schulaktivitäten geben und zum Nachahmen anregen. Förderer des zehnmonatigen Projektes ist der Bezirk Harburg. Mehr Informationen zum BNE-Leitfaden finden Sie unter in der Rubrik Bildung.

Zum schulischen Netzwerk von HARBURG21 klicken Sie bitte auf den Link "Vernetzung" am Seitenende. Eine allgemeine Übersicht über die Netzwerkaktivitäten von HARBURG21 erhalten Sie unter Netzwerkaktionen.

cb 2010-05-26, aktualisiert 19.11.13

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