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Drittes Bienenhotel im Bezirk Harburg

v.l.n.r. Sophie Fredenhagen, Thomas Krieger, Peter Hornberger (Foto Gisela Baudy)Bei spätsommerlich sonnigem Wetter weihte am 15. Oktober um 16 Uhr die Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, Hausherrin des Harburger Rathauses, gemeinsam mit Thomas Krieger und Prof. Dr.-Ing Peter Hornberger (beide Vorsitzende des Imkervereins Harburg-Wilhelmsburg und Umgebung) ein neues Insektenhotel ein. Anfangs zierte ein leuchtend rotes Schleifenband die Insektenbehausung. Am Ende setzten die Bürgermeisterin und der 1. Vorsitzende des Imkervereins dem v.l.n.r. Thomas Krieger, Sophie Fredenhagen, Peter Hornberger (Foto Gisela Baudy)breiten Band mit zwei riesigen Scheren zu.  Dann besiegelten leckere Schnittchen mit Harburger Honig (von Honigbienen!) sowie Kaffee, Saft und Wasser für die Besucher*innen die Einweihung.

Und so sind es jetzt schon drei. Die Rede ist von den Nisthilfen für Wildbienen (die keine Honigbienen sind!), die der Imkerverein Harburg-Wilhelmsburg im Bezirk Harburg mit verschiedenen Sponsoren und Insektenhotel in der grünen Anlage des Harburger Rathauses (Foto Gisela Baudy)Kitas aufgestellt hat. Im Sommer waren die Insektenhotels am Harburger Schloss und auf dem Harburger Bahnhof zwischen Gleis 3 und 4 errichtet worden. Jetzt steht auf dem Innenhof des Harburger Rathauses ein weiteres Winterquartier - für die Bienen ohne Bienenstaat und für viele Insekten. Für jede Insektenunterkunft zeichnet ein Projektpate aus dem Imkerverein verantwortlich: Die Nisthilfe im Rathaus-Innenhof betreut Hornberger.

Honig Harburger Berge (Foto Ronja Krieger)"Die Insekten-Nisthilfen sind so aufgebaut, dass einzelne Module durch umliegende Kindergärten selbst gestaltet werden können", erklärte Krieger den Besucher*innen. "Im Umfeld des Rathauses gibt es gleich vier Kitas - Kita Kerni Kids in der Wilhelmstraße, Kinderhaus Museumsplatz, Kita Unizwerge im Kroosweg und die Kita Harburger Rathauspassage hier gegenüber ."

Doris Hornberg, ehrenamtlich tätige Pädagogin, entwickelte für die frühkindliche Erziehung eigens ein Sensibilisierungsprogramm, mit dem die Kinder über Gespräche und auf spielerische Weise an das Thema herangeführt werden -  um Ängste abbauen zu können und die fleißigen Bestäuber*innen verstehen und wertschätzen zu  lernen.

Infotafel zum Insektenhotel (Foto Gisela Baudy)Hintergrund des Projektes ist die Bedrohung der Bestäuberinsekten durch menschliche Aktivitäten wie etwa die konventionelle Landwirtschaft. Zum einen möchte der Verein auf dieses Problem aufmerksam machen, zum anderen entsprechende Artenschutzmaßnahmen ergreifen. "Im Hamburger Süderelberaum leben 200 verschiedene Wildbienenarten," stellte Hornberger fest. "Und jede Art braucht ihre spezifischen Bedingungen für  Nahrung, Lebensumfeld und Nistschutz." Eine Informationstafel auf der Rückseite der Bienen-Unterkünfte bietet Einblicke in Nahrungsansprüche, Nistplatzbedingungen und Sozialstruktur.

Natürlich soll es nicht bei den drei Insektenhotels bleiben. Die Hoffnung ist, mehr Interessenten, Standorte und Sponsoren für Nisthilfen in Harburg zu gewinnen. Mit diesem Projekt möchte der Imkerverein auf das Bienensterben besonders in Bezug auf die Bedrohung der verschiedenen Wildbienen- und anderen Insektenarten aufmerksam machen.

Förderer des Nisthilfen-Projektes sind: der Quartiersbeirat des RISE Fördergebiets Harburg Innenstadt/Eißendorf Ost, die Sparkasse Harburg-Buxtehude sowie die Deutsche Bahn Engineering & Consulting GmbH in Verbindung mit Smart City der Deutschen Bahn. Mit von der Partie sind zudem die Deutsche Wildtierstiftung, die Revierförsterei Eißendorf (mit Resthölzern für den Bau der Kästen), der Bauhof des Bezirksamts Harburg und das Lebenshilfswerk Mölln-Hagenow.

Text. Chris Baudy
Fotos: Gisela Baudy (1-3, 5), Ronja Krieger (4)

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