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Hamburg summt! Bienenstöcke für Harburg - Reportage Juli 2013

Wussten Sie schon, dass Bienen nicht nur leckeren und gesunden Honig liefern, sondern als Bestäuber ganz erheblich zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen beitragen? Zu den Nutznießern der zunehmend bedrohten Bienenvölker gehören auch die Obstplantagen im Alten Land. Der Bezirk Harburg hat jetzt reagiert und der Biene eine Heimstätte mitten in der Stadt gegeben.

Imker Thomas Krieger und Bezirksamtsleiter Thomas Völsch zerschneiden das gelbe Band. Links: Reena Eddiks von der Hanns- R. Neumann Stiftung und Dr. Corinna Hölzer, rechts Cornelis F. Hemmer (Foto Gisela Baudy)Am 8. Juli 2013 war es in Harburg soweit. Der Harburger Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, Imker Thomas Krieger sowie die Initiatoren und die Förderer des Projektes "Hamburg summt!" gaben im Rathausforum 1 den Startschuss für den ersten offiziellen Bienenstandort der Stadt Hamburg. Mit dem Durchschneiden des gelben Bandes hießen sie 150.000 Bienen als „neue Botschafter der Stadt“ willkommen. "Ich wünsche allen Bienen einen guten Flug über Harburg", schloss Völsch die Begrüßungszeremonie ab.

Thomas Völsch (links), Thomas Krieger und Cornelis F. Hemmer begutachten eine Bienenwabe (Foto Gisela Baudy)Außergewöhnlich ist der Standort, auf dem die Bienen nun leben: in drei Bienenstöcken hoch oben auf dem Dach mitten in der Stadt. „Mit dieser Aktion wollen wir ein Zeichen setzen. Das Ziel der Kampagne ist es, Harburginnen und Harburger für das Thema Blüten-bestäuber-Insekten zu sensibilisieren", betonte Cornelis F. Hemmer, einer der beiden Initiatoren von "Hamburg summt!" und Mitbegründer der Stiftung für Mensch und Umwelt. Wie er hofft auch Mitstreiterin Dr. Corinna Hölzer, dass über das Stadtimkern und die Honigbiene die Menschen vor allem für die 560 bedrohten Wildbienenarten in Deutschland zu sensibilieren und zum Handelns zu bewegen. "Mit heimischen Pflanzen können Gartenbesitzer beispielsweise einiges zum Schutz dieser Bestäuberinsekten tun", so Hölzer. Hemmer und Hölzer haben im Rahmen des bundesweit angelegten Projektes "Deutschland summt!" bereits in Berlin Bienenstöcke aufgestellt. Weitere Standorte sind Frankfurt und München.

dachbepfanzung SDZ Harburg (Foto Chris Baudy)Betreut werden die Harburger Bienenstöcke von Hobby-Imker Thomas Krieger, Vorsitzender des Imkerverbands Harburg-Wilhelmsburg. Der Harburger wird sich laufend um die Bienen kümmern und die Bienen durch den Winter bringen. „Die Bienenstöcke stehen erst seit 14 Tagen. In zwei Wochen können wir den ersten Honig schleudern“, erkärte Krieger. Hierzu möchte er die benachbarte Kita einladen, um möglichst vielen Kindern die Gelegenheit zu bieten, bienenfreundlich zu werden.

BieBiene am Sedum (Foto Gisela Baudy)nen fliegen schon mal fünf Kilometer, um Nektar zu sammeln. Die zwei Dächer des Rathausforums sind großflächig mit Sedum, Mauerpfeffer (Sedum acre) und verschiedenen Sorten von Steinbrech bepflanzt - ein echtes Labsal für die Bienen. Hier ist noch nichts von dem großen Bienensterben zu spüren, das die Naturschützer weltweit auf den Kontinenten mit Sorge beschäftigt, vor allem in den USA.

Dank zollte Hölzer der Hanns R. Neumann Stiftung und der Veolia Stiftung für ihre dreijährige Förderung.  Ziel der Initiative "Hamburg summt!" ist es, in zwei Jahren mindestens fünf repräsentative Orte in Hamburg mit Bienenstöcken zu versorgen. Nach dem Harburger Rathausforum sollen Kampnagel, das Haus der Zukunft, das ökumenische Forum Hafencity und weitere Orte folgen, die symbolisch für  Kultur, Bildung, Kirche, Wissenschaft, Politik und Verwaltung stehen.

Links:
Harburg summt! (Projekteintrag mit Bildern)
Hamburg summt! (Hamburg Deutschland-summt)
Deutschland summt! (Deutschland summt)
Hanns R.Neumann Stiftung
Stiftung Mensch & Umwelt
Honig von der Laeiszhalle (Parallel-Aktion)

ch 09.07.13

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