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28.08.2018

Wie wollen wir leben?

Vortrag und Diskussionsabend in der Netzwerkreihe HARBURG GRÜN & FAIR

Plakat Wie wollen wir leben? (Layout Chris Baudy, Foto Lutz Henning)Im Rahmen der HARBURG21-Netzwerkreihe "HARBURG GRÜN UND FAIR" findet am 14. September 2018 um 19.00 Uhr im Harburger Rathaus ein Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema "Wie wollen wir leben? - fair und nachhaltig in unserer Stadt" statt. Referent ist der Ökotoxikologe und Nachhaltigkeitsforscher PD Dr. Wolfgang Ahlf (ehemals TU Hamburg). Das Grußwort spricht Jörg Penner, Leiter des Dezernats Wirtschaft, Bauen und Umwelt. Die Moderation übernimmt Jürgen Marek, Mitglied der Lenkungsgruppe von HARBURG21.

Mit dem "wir" in "Wie wollen wir leben?" sind vor allem die Bürgerinnen und Bürger einer Kommune beziehungsweise einer Stadt gemeint. Es geht um die zukunftsfähige Transformation wirtschaftlicher, politischer und sozialer Strukturen vor Ort, in die die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv einbezogen werden müssen und auch wollen. "Einerseits haben viele Menschen das Gefühl, Opfer von Gier und Verantwortungslosigkeit zu sein und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen", sagt Ahlf. Andererseits sieht er durchaus Möglichkeiten, wie sich die Bürgerinnen und Bürger an der kommunalen Weichenstellung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung beteiligen und den Entwicklungsprozess überprüfen und dann weiter tätig werden können.

Dazu stellt der Nachhaltigkeitsforscher sogenannte "kommunale Indikatoren" (Zustands-Kennzahlen), aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft vor wie etwa Stromverbrauch der Haushalte, kommunale Schulden je Einwohner, Anteil der Anbieter regionaler Nahungsmittel, Angaben für Kinder und Jugendarbeit prozentual zum Haushalt usw. Denn auch in puncto Bürgerbeteiligung (kommunale Partizipation) gilt: Wissen ist Macht, sonst macht keine und keiner was.

Folgen Sie Dr. Ahlfs Ausführungen etwa zum Leitbild Nachhaltigkeit und zu Umsetzungsstrategien wie Ressourceneinsparung (Effizienz), geschlossene Stoffkreisläufe (Konsistenz) und mehr Lebensqualität und weniger Konsum (Suffizienz: Gut leben statt viel haben). Lernen Sie gelungene Bürgerbeteiligungsstrukturen kennen und sehen Sie, wie vor Ort die nachhaltige Entwicklung überprüft und eingefordert werden kann.  Und vor allem, bringen Sie Ihre Fragen und Ideen ein in die anschließende Diskussion.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar (1. Stock, Großer Rathaus-Saal).

Text und Plakat: Chris Baudy
Foto: Lutz Henning

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