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28.11.2018

Unizwerge pflanzen Frühlingsblumen auf dem Friedhof

Ein Heimfelder Insektenparadies entsteht.

Im Rahmen der HARBURG21-Veranstaltungsreihe „HARBURG GRÜN UND FAIR" fand am 28. November 2018 eine Insektenschutz-Maßnahme auf dem Jüdischen Friedhof Harburg statt. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen hier blaue Traubenhyazinthen, gelbe Krokusse, rosa Rosenlauch, lila-weißer Schneeglanz und blau-weiße Puschkinien blühen.

Pflanzaktion mit den Unizwergen (Foto: Chris Baudy)Um zehn Uhr hatten sie sich auf der Wiese des Jüdischen Friedhofs in der Schwarzenbergstraße versammelt: die vier- und fünfjährigen Unizwerge Mia, Laura, Mika und Edgar.

Ihre Mission: ein buntes Bienenparadies schaffen mit Blumenzwiebeln und Saatgut aus den 20 von EDEKA gesponserten Bienenkisten. Zur Verstärkung hatten sie sich ihre Erzieherinnen Antje Friedrichs und Sina Indyk mitgebracht, Dr. Regina Marek vom Zentrum für Schulbiologie und Umweltbildung, Jürgen Marek von der Bezirksversammlung Harburg sowie Dr. Chris Baudy von HARBURG21 nahmen sie gerne als weitere Unterstützter*innen in ihren Kreis auf.

Zwiebel setzen (Foto: Chris Baudy)Sonnenbeschienen und zügig gingen die kleinen Bienenfans auf dem feuchten, leicht glitzernden Grün ans Werk. Mit ihren bunten Mützen, Kapuzen, Handschuhen und wetterfester Kleidung trotzten sie dem kalten Novembermorgen. Das Thermometer stand auf zwei Grad unter null.

„Mann, ist das schwer“, keuchte Edgar, als er sich mit aller Macht auf seinen hölzernen Erdlochbohrer stemmte, um in das Erdreich vorzudringen. Sina Indyk nickte. Als es endlich geschafft war, ließ er eine Rosenlauchzwiebel hineinfallen und drückte die Öffnung vorsichtig mit seinem Fuß wieder zu.

EinTuete oeffnen (Foto: Chris Baudy) Stückchen weiter stellte Mia fest, dass es schwer sei, die Zwiebeln aus den Tüten zu befreien. Regina Marek half ihr und verteilte den Inhalt in der Bienenbox.

„Das geht schlecht“, meinte Mika, als er versuchte, die Krokuszwiebeln einzulochen. „Dafür musst du die Handschuhe ausziehen“, empfahl Jürgen Marek dem Junggärtner. Und schon ging es viel besser.

Eine ältere, grau gekleidete Passantin kam neugierig auf die Wiese und fragte, was die Kleinen da machen würden. „Krokusse pflanzen“, erklärte Laura stolz. „Für die Bienen.“

Nach über dreißig Minuten harter Arbeit hatten sich die jungen Naturforscher*innen eine Pause verdient, und Antje Friedrichs überließ sie einem kurzen Aufwärm-Wettlauf.

Kurz vor elf schloss sich das Friedhofstor hinter dem Gärtnertrupp. Die zweite Pflanzaktion soll im April nächsten Jahres starten, wenn die Wiesenblumen ausgesät werden sollen, die sich noch in den Bienenkisten befinden.

Im Frühjahr dürfte die Wiese in bunter Blumenpracht erstrahlen und jede Menge summende Bienen und surrende Insekten anziehen. Die Kids werden das genauestens beobachten. Die Harburgerinnen und Harburger hoffentlich auch.

Text: Chris Baudy
Fotos: Chris Baudy

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Bienen: https://www.stadtbienen.org/wissen/bienenwissen/ .
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