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08.10.2021

Stadtbäume ohne Lobby – Zweite kommentierte Baumgalerie aus und für Harburg

Galerie zu Harburgs Stadtbäumen (Ausschnitt, Fotos Gisela Baudy)

Bäume, geschweige denn Stadtbäume haben keine Lobby. Dabei ist das Leben auf der Straße gerade für diese sehr hart. Wer etwas für die Stadtbäume in seinem Viertel tun möchte, braucht zuallerst Informationen und Anschauungsmaterial. Diese findet er für Harburger Stadtbäume auf dem Harburger Klimaportal unter Mitmachen/Harburg entdecken. Denn seit kurzem lädt ebenda eine zweite Galerie zu eigenen Erkundungen zu Fuß oder Rad ein.

Die kommentierte und reich bebilderte Galerie ist im Rahmen eines zweiten Baumrundgangs entstanden, der am 10. September 2021 auf dem Harburger Rathausplatz startete und über den Max-Schmeling-Park und Asbeckstraße/Hastedtstraße in das Göhlbachtal führte. Während des Rundgangs lernten die Teilnehmenden die Vielfalt und Probleme der Harburger Stadtbäume kennen. Neben Zaubernuss, Kaukasischer Flügelnuss, Silberhorn, Stieleichen, Kastanienbäumen, Pappeln und dem in Hamburg seltenen Kuchenbaum rückten besonders die klimaresistenten Bäume in den Fokus. Zu ihnen gehören die Ess- oder Edelkastanie, die Sumpfeiche, der Trompetenbaum, der Ginkgo, der Amerikanische Amberbaum, die Amerikanische Roteiche und der Rot-Ahorn.

Der Rot-Ahorn etwa, der gegenüber dem Museumsplatz steht, ist so ein Problembaum. Denn sein verdicktes Wurzelwerk bekommt zu wenig Sauerstoff und drückt Wasser nach oben. Er kann sich keine Nährstoffe suchen, denn es fehlt Erde (viel zu kleiner Baumteller), und ein Vorgarten ist auch nicht in der Nähe. Anders ergeht es seinem unmittelbaren Ahorn-Nachbarn in der Knoopstraße vor dem SDZ. Dieser Baum aus 2017, der auf einem Blumenbeet, wird über entsprechende Lüftungsschächte mit Sauerstoff versorgt. Mehr Informationen zu den Harburger Stadtbäumen finden Sie in den entsprechenden Reportagen und Bildergalerien (siehe unten).

Hintergrund:

Flächen-Konkurrenz, eingeschränkter und gefährdeter Wurzel- und Lebensraum, Streusalz, Rinden-Verletzungen durch Unachtsamkeit und obendrauf Belastungen durch Erderwärmung plus Extremwetterereignisse. Statt beengender Grauzonen brauchen wir eine grüne Stadt und viel mehr Gelder für ihre Gestaltung und Pflege.

> Baum.Klima.Schutz –  Die fast vergessenen Werte am Straßenrand (zweiter Baumrundgang am 10.09.21, Reportage mit 23 Bildern)
> Bildergalerie zum zweiten Baumrundgang (37 Bilder)

> Stress.Standort.Stadt: Baumschätze und Klimabäume in Harburg (erster Baumrundgang am 25.06.21, Reportage mit 8 Bildern)
> Bildergalerie zum ersten Baumrundgang (31 Bilder) 

Gisela Baudy

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