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09.04.2018

SDG-Wandbild Trinkwasser und Sanitärversorgung

Neues Kunstwerk zu den Globalen Entwicklungszielen (Agenda 2030).

Nach dem Motto "Globale Ziele – lokal gestaltet" werden suksessive Wandbilder zu den  17 SDGs (Sustainable Development Goals = Globale Entwicklungsziele) entstehen.  Am KAROSTAR, Neuer Kamp hängt nun das Werk der Straßenkünstlerin und Illustratorin Shraddha Shrestha (Kathmandu) zum 6. SDG: Trinkwasser und Sanitätsversorgung.

Im Einzelnen:

Eine große Hand hält eine Flasche, aus der Wasser tropft, das von Menschen mühsam in Behältern aufgefangen wird. Sie warten. Schauen. Sitzen. Stehen. In jeder Figur ist die Abhängigkeit beunruhigend spürbar. Und auch die Angst: Es gibt nicht genug für alle! Das Bild zeigt keinen Weg auf, keine Lösung, wie diese Abhängigkeit aufgelöst werden kann.

Sauberes Wasser ist ein lebenswichtiges Gut, auf das alle Menschen angewiesen sind, von dem alles Leben abhängt. Grundsätzlich gibt es genügend Süßwasser für Alle auf der Welt, nur sind der Zugang zu sauberem Wasser und der Verbrauch sehr ungleich verteilt. Während für die meisten Menschen eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen selbstverständlich ist, haben etwa 9% der Weltbevölkerung, d.h. über 660 Mio. Menschen, keinen Zugang zu Trinkwasserquellen. Knapp 2,5 Mrd. Menschen leben ohne ausreichende sanitäre Versorgung. Der Gang zur Toilette und das tägliche Hände waschen sind für sie keine Selbstverständlichkeit.

Dabei ist das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung seit 2010 ein allgemeines Menschenrecht und eine notwendige Voraussetzung für das Menschenrecht auf Leben, das Recht auf Nahrung und Schutz vor Hunger sowie das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit. Mit dem Nachhaltigkeitsziel Nr. 6, das zu den 17 von den Vereinten Nationen im Jahre 2015 verabschiedeten Global Sustainability Goals (SDGs) gehört, setzt sich die Weltgemeinschaft zum Ziel, bis zum Jahr 2030 allen Menschen weltweit Zugang zu sauberem Wasser und einer ausreichenden Sanitärversorgung zu verschaffen.

Seit heute hängt ein großes Bild zu diesem Thema am KAROSTAR, Neuer Kamp 32, im Karolinenviertel. Es wird dort bis Mitte Juni zu sehen sein. Das Wandbild wurde von der jungen nepalesischen Mural-Künstlerin Shraddha Shrestha (@Macha_73) gestaltet. Sie ist Mitbegründerin des ARTLAB, einem Kollektiv von Straßenkünstler*innen in Kathmandu.

Mit ihrem Bild wirft die Künstlerin die Frage auf, welche Machtverhältnisse den Zugang zu Wasser bestimmen. Sie trifft damit ein zentrales Anliegen des Projektes globalgoals.hamburg. Das Projekt will die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen durch Kunstinstallationen und Urban Art Projekte in Hamburg in der Öffentlichkeit sichtbar machen und Impulse für einen Diskurs über fundamentale Veränderungen hin zu einer gleichberechtigten nachhaltigen Entwicklung geben.

Das Wandbild wurde realisiert in Kooperation von umdenken – Heinrich Böll Stiftung Hamburg e.V., Viva con Agua de St. Pauli e.V. und der Millerntor Gallery.


Weitere Infos unter: http://globalgoals.hamburg.
Zur Künstlerin Shraddha Shrestha: https://shraddhashrestha.carbonmade.com
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SDG-Wandbild-Projekt
Liz Kistner
Dr. Friderike Seithel

 

 


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