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26.03.2021

Lebensräume für Vögel und Insekten schaffen

Fünf Gestaltungsregeln für naturnahes Gärtnern

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband Hamburg, fordert Mut zur Unordnung – und damit Lebensräume rund ums Haus und im Garten für Vögel und Insekten. Schmetterlinge, Wildbienen und Marienkäfer brauchen Unterschlupf und Nektarquellen. „Mit etwas Geschick und Phantasie kann jeder Gartenbesitzer seine eigene Oase für Mensch und Tier schaffen“, lautet der Appell von Jan Muntendorf, Dipl.-Ing. der Forstwirtschaft von der SDW Hamburg. Durch einige kleine Veränderungen ist es möglich, den Wunsch nach Blütenpracht und Schutz von Natur und Umwelt zu realisieren.

Die fünf wichtigsten Gestaltungsregeln für den naturnahen Garten:
1. Laub und abgeschnittene Äste nicht entsorgen, sondern daraus einen Haufen als Schutzraum für Vögel, Igel und Insekten schaffen. Wer kein Platz für Reisighaufen und Co. hat, bietet sich das Anbringen von Insektennistkästen zur Förderung der Insektenvielfalt im Garten an.

2. Nur heimische Bäume, Sträucher und Bäume pflanzen, denn viele Exoten zerstören die heimische Vegetation. Schmetterlinge wollen keinen Rhododendron! Statt dessen Hundsrosen, Holunder und Flieder nehmen, dann kommen auch die bunten Falter wieder. Wildobsthecken wie Schlehe, Weiß- und Sanddorn, Heckenkirsche, Haselnuss und Kornelkirsche (vitaminreiches Wildobst!) sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten Singvögeln Schutz und Nahrung. Amsel, Zaunkönig und Co fühlen sich hier besonders wohl und gehen Gartenschädlingen an den Kragen.

3. Bei der Verwendung von Blumenerde auf Torf verzichten. Torf stammt aus dem Moor, dass sich über Jahrtausende gebildet hat. Moore sind wertvolle CO2-Speicher und Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Daher gehört Torf ins Moor und nicht in den Garten. Humusreiche Pflanzenerde gibt es auch torffrei zu kaufen und das mit den gleichen Nährstoffen.

4. Eine Ecke im Garten als Blumenwiese anlegen und nur ein oder zweimal im Jahr mähen. Bei der Wahl der Wildblumenmischungen darauf achten, dass die Arten auch in Deutschland heimisch sind. Auch Arten wie Brennnesseln sind Nahrung für Raupen und Schmetterlinge

5. Gartenabfälle gehören auf den Kompost, in die grüne Tonne oder als Mulch gegen „Unkräuter“ ins Blumenbeet. Auf jeden Fall gehören sie nicht in den Wald! Gerade in der Pflanzzeit für den Garten werfen jedoch viele Hamburger ihre Gartenabfälle achtlos in Wälder und sorgen für das Ausbreiten gebietsfremder Pflanzen.

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