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12.03.2021

Harburg heute, morgen, übermorgen (17): Wohnen hoch 3 in Marmstorf

Vorab-Würdigung aller Bewerberprojekte zum 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis und Fortsetzung der Reihe zu Harburgs nachhaltiger Projektlandschaft

In der Reihe „Harburg heute, morgen, übermorgen“ stellt HARBURG21 alle 18 Projekte in alphabetischer Reihenfolge vor, die sich in der Zeit vom 14. September bis 19. Oktober 2020 für den 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis beworben hatten. Der Grund für die Vorab-Präsentation: Das aktuelle Infektionsgeschehen, wodurch die für den 20. November 2020 geplante öffentliche Preisverleihung mit Nennung der Siegerprojekte und die Posterausstellung auf den 19. März 2021 verschoben werden mussten.

Das 17. Projekt Wohnen hoch 3 unserer Reihe porträtiert zukunftsfähiges Wohnen.

Wohnen hoch 3-Gruppe (Foto Bewerberplakat)

Kennen wir doch noch von früher und besonders vom Lande: (Ur-) Großeltern, Kinder und Enkel wohnen unter einem Dach. Heute sieht Generationen übergreifendes Zusammenleben anders aus. Es hat etwas von einem Remix der in den 1960ern aufgekommenen Kommunen und Wohngemeinschaften – aber so gar nichts von dem längst überholten „Langhaarigen-Faulenzer- und Revoluzzer-Image“.

Foto Iain GreisBei dem Marmstorfer Mehrgenerationen-Projekt „Wohnen hoch 3“ helfen Verwandtschaftsgrade keinen Deut. Was hier zählt, ist vor allem ein ausgeprägter Sinn für Umweltbelange und das gemeinschaftliche Gestalten von Wohnraum und Begegnungs-Stätten, je nach Begabung und Fähigkeit. „Wir legen besonderen Wert auf ein solidarisches, gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Miteinander und auf Offenheit, Toleranz und Respekt untereinander“, erklärt Andreas Najok die Projekt-Philosophie.

50 Menschen im Alter von Null bis 67 möchten gemeinsam mit einem kleingenössischen, selbstverwalteten Wohnprojekt ihre Vorstellungen von enkeltauglichen Lebensformen umsetzen. Singles, Paare, Familien mit und ohne Kinder sowie Menschen mit und ohne Handicap werden in den nächsten zwei bis drei Jahren an der Elfenwiese einziehen. Direkt am Harburger Stadtpark entstehen auf 3.500 m2 neben einem naturnah angelegten Garten- und Spiel-Gelände zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 22 separaten Wohneinheiten plus zwei behindertentauglichen Wohnungen. Raum für gemeinsame Aktivitäten gehört natürlich auch dazu.

Primärer Baustoff ist Holz, die Fassaden deckt Komproment, ein recycelbares Ziegelprodukt ab. Sonne und Abluftpumpe sorgen für Energiezufuhr. Autostellplätze? Fast fehl am Platz. Der Drahtesel macht hier das Rennen, Reparaturen ermöglicht die Kellerwerkstatt. Und wer finanziert das alles? Alle, die dort wohnen werden: Mit etwas Eigenkapital, Darlehen und Tilgungszuschüssen. Miete wird auch anfallen, je nach Einkommenstand zwischen 6 und 12 Euro pro Quadratmeter. Dieses öko-sozial durchgetaktete Gesamtpaket lässt nachhaltige Träume von intakter Umwelt, sozialer Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit wahr werden. Mehr zum Projekt unter https://www.w3-harburg.de/  

BewerberplakatProjekt-Kurzinfo:
TRÄGERIN: Wohnen hoch drei (Genossenschaft in Gründung)
TITEL: Wohnen hoch drei
BEGINN: 2018
KOOPERATION mit: Hamburgische Investions- und Förderbank (IFB), Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
THEMEN: Gemeinschaft, Inklusion & Integration, Ressourcen- Umwelt- & Klimaschutz
SDGs: 3 (Gesundheit), 10 (Ungleichheiten beseitigen), 11 (inklusive Stadt)), 12 (Konsum- und Produktionsmuster), 13 (Klimaschutz)
NACHHALTIGKEITS-DIMENSIONEN /ASPEKTE: Umwelt, Soziale Gerechtigkeit, Partizipation, Wirtschaft

Unter „Z“ wie ZEWU präsentieren wir das achtzehnte und letzte Projekt unserer Reihe. Eine alphetische Auflistung aller Bewerberinnen und Bewerber finden Sie in der Rubrik Mitmachen/Nachhaltigkeitspreis/Bewerber 2020.

Hintergrund: Unter dem Motto „Mit gutem Beispiel voran. Für Harburg. Für alle. Für  heute und morgen“ ehrt die Bezirksversammlung Harburg seit 2013 jährlich Akteurinnen und Akteure, die sich für die Sicherung unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen für heute und morgen im Bezirk Harburg engagieren. Eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Gesellschaftsbereiche prämiert vorbildliche und zukunftsweisende Projekte. In einer feierlichen Veranstaltung mit Rahmenprogramm und Plakatausstellung werden alle Bewerberprojekte der Öffentlichkeit vorgestellt und die Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner übergeben. Das bio-faire, vegan-vegetarische Catering nutzen die Teilnehmenden gerne zu Austausch und Vernetzungsgesprächen. Diesjähriger Sponsor ist erneut die Sparda-Bank Hamburg.

Weitere Infos zum Nachhaltigkeitspreis finden Sie unter Mitmachen/Nachhaltigkeitspreis und Mitmachen/Nachhaltigkeitspreis/Allgemeines.

> Überblick Bewerberprofile 2020 mit Links zu den Einzelartikeln

Chris Baudy
NUN-Logo Bildungspartner für Nachhaltigkeit

Tipp: Beim Anklicken lassen sich die Bilder vergrößern

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