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26.02.2021

Harburg heute, morgen, übermorgen (15): "Wetter. Wasser. Waterkant“

Vorab-Würdigung aller Bewerberprojekte zum 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis und Fortsetzung der Reihe zu Harburgs nachhaltiger Projektlandschaft

In der Reihe „Harburg heute, morgen, übermorgen“ stellt HARBURG21 alle 18 Projekte in alphabetischer Reihenfolge vor, die sich in der Zeit vom 14. September bis 19. Oktober 2020 für den 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis beworben hatten. Der Grund für die Vorab-Präsentation: Das aktuelle Infektionsgeschehen, wodurch die für den 20. November 2020 geplante öffentliche Preisverleihung mit Nennung der Siegerprojekte und die Posterausstellung auf den 19. März 2021 verschoben werden mussten.

Workshop Gewässermonitoring in der HafenCity (Foto Olaf Zeiske)

Die Bildungswoche „Wetter.Wasser.Waterkant“ der TUTECH INNOVATION GmbH lebt methodisch-didaktische und inhaltliche Bildungs-Vielfalt für Nachhaltigkeit.

6.000 Schülerinnen und Schüler waren es 2019, die eine Woche lang forschend und fragend in die Welt von „Wetter. Wasser. Waterkant“ abtauchten und auf Norddeutschlands größter Bildungsveranstaltung ihre eigenen Zukunfts-Strategien entwarfen.

Jürgen Becker (Foto TUTECH)Die Anfänge vor sechs Jahren nehmen sich dagegen fast bescheiden aus. „Bei der ersten Ausgabe der Bildungswoche 2014 zählten wir noch 2.000 Teilnehmende und 20 Kooperationspartner“, berichtet Jürgen Becker, Forschungsmanager der TUTECH INNOVATION GmbH. 

Mittlerweile fusst die Bildungs-Veranstaltung auf einem beachtlichen Dozent*innen-Netzwerk. 2019 bestritten 80 renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und Vereinen das Kursprogramm – trotz Corona. Mit dabei waren etwa der Deutsche Wetterdienst, das Wuppertal-Institut für Klima- Umwelt, Energie, der Postwachstumsökonom Prof. Niko Paech und das Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Entwicklung (Li). In knapp 100 kostenfreien Exkursionen, Quizzen, Planspielen, Theater-Seminaren, Workshops und Vorträgen bedienten sie praxisnah verschiedene Klassenstufen mit Nachhaltigkeitsthemen wie Klima, Wasser, Boden, Luft, Energie, Konsum, Lebensstil und Welthandel.

Prof Stöcker beim Klima Speed Dating (Foto Jürgen Becker)Um nur einmal ein paar Beispiele herauszugreifen: Erste und zweite Klassen konnten etwa mit Sabine Franks Held*innen Mats und Pia eine Robbe retten und gleichzeitig das Plastik-Problem in unseren Gewässern aus ihrer Warte bearbeiten.

Mittelstufen-Klassen betrachteten dieses Thema im Greenpeace-Workshop „Zero Waste“ aus naturwissenschaftlicher, ethischer und politischer Perspektive.

Wer gerne Kunst und Klima zusammenbringt, konnte Klima-Fakten von „Fake News“ unterscheiden lernen und gut recherchierte Youtube-Videos drehen – angeleitet von Youtuber und Naturwissenschaftler Jacob Beautemps höchstpersönlich.

Auf Oberstufenniveau ging es um unser Stadtklima und entsprechenden Messdaten klimatisch bedingter Veränderungen. Eine andere Option bot das Gewässermonitoring im Hafen.

Das Besondere an diesem Jugendforschungsprogramm ist zum einen die enge Verbindung zu bestehenden Lehrplänen. Zum anderen geht es um mehr, als lediglich Inhalte interdisziplinär zu vermitteln und Probleme zu wälzen: Denn es geht auch um die Frage, was die Teilnehmenden daraus lernen und wie sie aus praktischer Sicht mit der Situation umgehen wollen beziehungsweise können – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diese Bildungsoffensive deckt die klassischen Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Wirtschaft und Soziales ab und baut ein stetig wachsendes Netzwerk auf. Mehr zum Bildungsprogramm unter www2021.de.

Projekt-Kurzinfo:
TRÄGERIN: TUTECH INNOVATION GmbH
TITEL: Wetter.Wasser.Waterkant – das kostenfreie Bildungsprogramm für Hamburger Schulen zu Klima, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Wandel
BEGINN:  2014
KOOPERATION: mit über 80 Bildungspartner*innen verschiedener Gesellschaftsbereiche
THEMEN: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz, Klimawandel, sozio-ökologische Gesellschaftstransformation, Konsum, Vernetzung
SDGs: 3 (Gesundheit), 4 & 4.7 (Bildung für nachhaltige Entwicklung), 7 (Energie), 12 (nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster), 13 (Klimaschutz), 14 (Leben im Wasser),15 (Leben an Land)
NACHHALTIGKEITS-DIMENSIONEN /ASPEKTE: Umwelt, Soziale Gerechtigkeit, , Wirtschaft, Partizipation

Nächste Woche hüpfen wir zu „W“ wie Willi Uder. Eine alphetische Auflistung aller Bewerberinnen und Bewerber finden Sie in der Rubrik Mitmachen/Nachhaltigkeitspreis/Bewerber 2020.

Hintergrund: Unter dem Motto „Mit gutem Beispiel voran. Für Harburg. Für alle. Für  heute und morgen“ ehrt die Bezirksversammlung Harburg seit 2013 jährlich Akteurinnen und Akteure, die sich für die Sicherung unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen für heute und morgen im Bezirk Harburg engagieren. Eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Gesellschaftsbereiche prämiert vorbildliche und zukunftsweisende Projekte. In einer feierlichen Veranstaltung mit Rahmenprogramm und Plakatausstellung werden alle Bewerberprojekte der Öffentlichkeit vorgestellt und die Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner übergeben. Das bio-faire, vegan-vegetarische Catering nutzen die Teilnehmenden gerne zu Austausch und Vernetzungsgesprächen. Diesjähriger Sponsor ist erneut die Sparda-Bank Hamburg.

Weitere Infos zum Nachhaltigkeitspreis finden Sie unter Mitmachen/Nachhaltigkeitspreis und Mitmachen/Nachhaltigkeitspreis/Allgemeines.

> Überblick Bewerberprofile 2020 mit Links zu den Einzelartikeln

Chris Baudy
NUN-Logo Bildungspartner für Nachhaltigkeit

Tipp: Beim Anklicken lassen sich die Bilder vergrößern

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