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29.06.2018

Erdüberlastungstag 2018

In diesem Jahr ist es der erste August.

Erdüberlastung bedeutet, dass die Menschheit mehr natürliche Ressourcen wie etwa Holz, Pflanzen, Nahrungmittel, Wald-, Weide- und Ackerflächen verbraucht, als die Erde in 12 Monaten regenerieren kann. Erschwerend kommen auch die umwelt- und klimabelastenden Mengen an CO2-Emissionen durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Erdgas dazu, die höher liegen, als unsere Ozeane und Wälder absorbieren können.

Für dieses Jahr hat das Global Footprint Network (>> http://www.overshootday.org/)  den 1. August als sogenannten "Welterschöpfungstag" errechnet. Gegenüber dem Vorjahr verschiebt sich dieses Datum um einen weiteren Tag nach vorn.

Bei dem bestehenden Ausmaß an Überfischung, Waldrodungen (z.B. für Palmöl-Plantagen oder Tierfuttermittelanbau), Artenverlust usw., ist ein Ende der immer früher im Jahr liegenden Erdüberlastung nicht abzusehen. Anders ausgedrückt:  So lange wir uns fleißig bedienen, als hätten wir 1,7 Erden zur Verfügung, ist der planetarische Ausverkauf sicher. Übrigens, der deutsche Lebens- und Wirtschaftstil setzt fast doppelt so viele Erden, also drei ganze Erden voraus, so dass nach diesem Maßstab die diesjährige Erdüberlastung bereits am 2. Mai erreicht war!  

Nach wie vor brauchen wir eine zukunftsgerechte Wirtschafts- und Konsumwende!

Fragen Sie sich doch mal, ob und wie  Sie ihren Lebensstil in puncto Nachhaltigkeit (für heutige und zukünftige Generationen weltweit gesehen) optimieren können. Zum Beispiel durch 

  • Reduzieren ("Brauch ich wirklich neues Schuhwerk u.a. Mode-Artikel"),
  • Reparieren oder Upcyclen für Wieder-/Weiter-/Neuverwendung ("Ist das Kleid, Bord, uws. wirklich komplett unbrauchbar?" , Wer kann das Handy, Fahrrad noch gebrauchen oder reparieren?")
  • Richtig recyclen ("Welche Tonne ist die richtige?") etc.

Gleichzeitig können Sie sich auf verschiedenen politischen, wirtschaftlichen, schulischen und außerschulischen sowie zivilgesellschaftlichen Ebenen  vielfältig für nachhaltige Veränderungen stark machen. Etwa mit  Aktionen und Kampagnen im eigenen Arbeits- und Lebensumfeld, aber auch im Verbund mit Gruppen und Netzwerken, Nichtregierungsorganistionen (NRO), Vereinen und Verbänden sowie mit unzähligen anderen lokalen (z.B. Umsonstladen Harburg, NABU-Süd) , regionalen (z.B. BUND bundesweiten (etwa Kampagne Saubere Kleidung, Pestizid-Aktions-Netzwerk Germany,) und internationalen Initiativen (change.org, Germanwatch oder Oxfam, Rettet den Regenwald usw, ), die sich für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragfähige Gegenwart und Zukunft einsetzen..

Weitere Tipps finden Sie unter
> Klimaschutz im Alltag.
> Projekte in Harburg.
> Harburger, Hamburger, landesweite und internationale Initiativen.

Chris Baudy


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