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08.04.2021

Bessere Luft in Hamburgs Schulen

Schulen können sich vom 15.4 bis 31.5.21 für ein Aerosol-CO2-Messgerät bewerben.

HARBURG21, das Zentrum für Schulbiologie (ZSU) und die  PSD Bank Nord eG wollen den Schulunterricht in Corona-Zeiten und darüber hinaus sicherer machen und  verbessern  - mit einem Aerosol-CO2-Messgerät.

Offenes Aerosol-Gerät (Foto Regina Marek)

Das erste Exemplar nehmen am 12. April 2021 um 10 Uhr Heike Elvers und Hans Hintze, Vertreter*innen des Fördervereins Schulbiologiezentrum Hamburg, vor dem ZSU entgegen, um das ordnungsgemäße Lüften im erlebnisorientierten Unterricht und im Familienprogramm des Zentrums zu erproben. Ein Vertreter der PSD Nord Bank übergibt das Probegerät gemeinsam mit Dr. Regina Marek vom Förderverein HARBURG21 e.V.

Warn- und Okay-Anzeige der Aerosol-CO2-Ampel (Fotos Regina Marek)

"Schüler*innen werden zurzeit wieder in Klassenzimmern unterrichtet. Um Covid-19-Infektionen durch Aerosole zu verhindern, ist es wichtig, auf Raumlufthygiene zu achten", so Dr. Regina Marek vom Förderverein HARBURG21 e.V. "Die Konzentration an CO2 ist gemäß einer aktuellen Studie der TU Berlin ein idealer Indikator für die Aerosolkonzentration im Raum." Gelüftet werde aber bislang  - unabhängig von der tatsächlichen Raumluftqualität - ca. alle 20 Minuten, was die konzentrierte Unterrichtsatmosphäre störe. MIt der Aerosol-CO2-Ampel werde der tatsächliche Lüftungsbedarf  angezeigt und unnötige Ablenkungen durch Fensteröffnen, Kälte- oder Lärmzufuhr vermieden, erklärt Marek.

Weitere Geräte beziehungsweise weitere Bausätze mit Bauanleitung von Aerosol-CO2-Messgeräten können Hamburger Schulen per Losverfahren ergattern. Für die Teilnahme senden die Schulen in der Zeit vom 15.04. bis 31.05.2021 ihre Bewerbung per Mail an buero@harburg21.de.  

"Die Schulen sollten sich um einen Bausatz bewerben", empfiehlt Heike Elvers vom ZSU. "Denn im Gegensatz zu einer fertig gekauften Aerosol-CO2-Ampel fördert der Selbstbau für das eigene Klassenzimmer die wichtige Akzeptanz bei der Nutzung und vermittelt so MINT-Grundlagen sowie das Gefühl, selbst etwas zur Risikovermeidung und zum Schutz der Gesellschaft beizutragen."

Generell ist ausreichendes Lüften im Klassenraum wichtig, damit die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht  durch einen zu hohen CO2-Gehalt nicht leidet.  Wie sich Stoßlüften und Kipplüften unterscheiden und welche Auswirkungen die Lüftungsarten auf den Energieverbrauch und die CO2-Emmissionen der Schule haben, ist ein weiteres spannendes MINT-Problem, das es im Zeichen der Klimakrise zu thematisieren gilt.

Selbstverständlich können Schulgemeinschaften, die sich entscheiden, nur Messungen in verschiedenen Räumen durchzuführen, auch ein fertig gestelltes Gerät gewinnen.

Die PSD Bank Nord sponsert die Ausschreibung, HARBURG21 und das ZSU organisieren das Losverfahren und die Übergabe der Geräte an die ausgelosten Schulen. 


 

 
 

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