Nachhaltiges Hamburg
Hamburg leistet einen wichtigen Beitrag zu Agenda 21 und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im kommenden Jahr ist sie überdies "Europäische Umwelthauptstadt 2011".
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu folgenden Themenbereichen:
> Nachhaltiges Hamburg und European Green Capital 2011
> Zukunftsrat Hamburg und Weltzukunftsrat (WFC)
> Hamburger Aktionsplan
> Hamburg als "Stadt der UN-Dekade"
> Hamburger Zukunftswochen
> Hamburger Aktionsbündnis HAMBURG MAL FAIR
> Agenda 21-Initiativen für einzelne Hamburger Bezirke
> Weitere Agenda 21-Initiativen in Hamburg
> Wichtige Web-Adressen/Links/Downloads
> Links zur englischen Version
Nachhaltiges Hamburg und European Green Capital 2011
Mit der Verabschiedung der Aalborg-Charta im Jahre 1994 hat sich auch der Hamburger Senat zur kommunalen Mitwirkung am Agenda 21-Aktions-Programm verpflichtet. Auch im Leitbild der Wachsenden Stadt und seiner Weiterentwicklung zu "Hamburg. Wachsen mit Weitsicht" im Jahr 2009 bekennt sich Hamburg zum Prinzip der nachhaltigen Entwicklung. Mit dem "Hamburger Aktionsplan" (HHAP) und der dahinter
stehenden Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" (HLN) leistet die Hansestadt darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" (BNE). Auch trägt sie seit dem 23. Februar 2009 den Titel "European Green Capital 2011" (Umwelthauptstadt Europas 2011) und seit dem 1. Oktober 2009 zum zweiten Mal den Titel "Stadt der Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung". Am 27. Mai 2011 bekam Hamburg von TransFair e.V. den Titel „Fairtrade-Stadt“ verliehen. Auf der norddeutschen Ebene ist Hamburg Mitglied der "Norddeutschen Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade" (NUN).
Links:
Agenda 21 in Hamburg - Zeittafel von Rio bis zur UN-Dekade
"Hamburger Erklärung" und Nationaler Aktionsplan
Zukunftsrat Hamburg und Weltzukunftsrat (WFC)
Nach dem Motto von Agenda 21 "Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können - überall auf der Welt" gründete sich im April 1996 der Zukunftsrat Hamburg. Im Zuge des Umweltgipfels in Rio de Janeiro (1992) setzen sich seitdem rund 120 Hamburger Organisationen, Initiativen und Unternehmen für die Ziele der Agenda 21 im Sinne einer zukunftsfähigen und generationengerechten Entwicklung ein (Stand März 2009). Sie bilden ein nachhaltiges Netzwerk, in dem Informationen, Kompetenzen und Initiativen aus den wichtigsten Lebensbereichen zusammenfließen: Energie und Verkehr, Wirtschaft, Umweltschutz, Landwirtschaft, Bildung und Wissenschaft. Ein Koordinierungskreis organisiert mehrmals im Jahr offene Ratstreffen und fördert die Kooperation unter den Mitgliedern.
Am 10. Mai 2007 hat der gebürtige Schwede Jakob von Uexküll, Stifter des Alternativen Nobelpreises, den Sitz des Weltzukunftsrats "World Future Council" (WFC) in Hamburg offiziell etabliert. Im WFC setzen sich Bürger aller Welt für eine lebenswerte Zukunft ein. Dazu gehören gemeinsame Werte wie eine gesunde Umwelt, gegenseitiger Respekt und ein Leben ohne Gewalt. Zum Gründungsrat gehören 25 Personen, darunter Prinz El Hassan Bin Talal (Präsident des Club of Rome), die indische Physikerin Vandana Shiva und Body-Shop-Gründerin Anita Roddick.
Hamburger Aktionsplan > Englische Version: DESD in Hamburg
Mit dem Hamburger Aktionsplan (HHAP) der Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit legte Hamburg 2005 als erstes Bundesland konkrete Bildungsmaßnahmen zur Nachhaltigkeit vor. Er beschränkt sich nicht auf reine Wissensvermittlung. Ziel ist es, Nachhaltigkeit konkret erfahrbar zu machen und in den Alltag der Menschen zu integrieren.
Nach Maßgabe des Hamburger Aktionsplanes haben Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Berufs- und Hochschulen, staatliche und nichtstaatliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen begonnen, die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" mit Leben zu füllen. Die Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" bündelt diese Aktivitäten im Hamburger Aktionsplan und vernetzt sie mit Initiativen aus Wirtschaft und Verbänden.
Da die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ein offener Prozess ist, schreibt die Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit den Hamburger Aktionsplan seit 2005/2006 jährlich fort. Das lokale Nachhaltigkeitsportal www.harburg21.de ist seit 2008/2009 in dem Maßnahmekatalog des Hamburger Aktionsplans verzeichnet. Dieser kann 2009 zum letzten Mal als Papiervorlage in der Geschäftsstelle HLN kostenlos bezogen werden.
Links:
Harburg lernt Nachhaltigkeit - HARBURG21 im Hamburger Aktionsplan seit 2008/2009
Harburger Nachhaltigkeitsportal im Hamburger Aktionsplan (Bereich Informelles Lernen auf uport-hh.de)
Hamburger Aktionsplan (Website von hamburg.de)
Hamburg als "Stadt der UN-Dekade"
Das Deutsche Nationalkomittee für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" hat am 1. Oktober 2009 die Stadt Hamburg zum zweiten Mal und am 12.Oktober 2011 bereits zum dritten mal als "Stadt der UN-Dekade" ausgezeichnet. Mit diesem Titel würdigt die deutsche UNESCO inzwischen rund 50 Bildungsprojekte (von rund 35 Projektträgern), die Hamburg als Stadt ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähig machen. Bei der ersten Auszeichnung am 29. November 2006 hatte Hamburg neben Heidelberg und Neumarkt/Pfalz zu den ersten Kommunen gehört, die für ihren Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung geehrt worden waren.
Im Rahmen der von der Deutschen UNESCO-Kommission jährlich ausgerufenen "Aktionswoche" führt auch Hamburg viele Veranstaltungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch. Zur bundesweiten BNE-Woche siehe unten "Hamburger Zukunftswochen".
Im Jahr 2009 (18.09-27.09) hatte die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW Hamburg) die 3. Europäische Messe für Bildung für Nachhaltige Entwicklung mit dem Thema "Erneuerbare Energie und Klimawandel: thematische Herausforderungen für europäische Schulen und Universitäten" veranstaltet.
Hamburger Zukunftswochen
Die Hamburger Zukunftswochen bündeln seit ihrem Start im Jahr 2007 eine Vielzahl Hamburger Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit. Ziel ist es, nicht nur über Nachhaltigkeit in all ihren Facetten zu informieren. Sie
wollen diese auch erlebbar machen und in den Alltag integrieren helfen.
Es gibt jährlich mittlerweile über 150 Veranstaltungen zu den Themenbereichen fairer Handel, globale Solidarität, Klimaschutz, Energiesparen, bewusster Konsum, schonende Mobilität, verantwortungsvolle Geldanlagen sowie Entwicklungszusammenarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Konkrete Beispiele sind Info- und Diskussionsabende etwa über "Nachhaltige Geldanlagen", die Niendorfer Zukunftsmeile, die Volksdorfer Zukunftstage, die Nachhaltigkeitsmesse Rio+ (2010: Rio+18) und vieles mehr. In die Hamburger Zukunftswochen alljährlich eingebunden sind die bundesweiten Wochen "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE-Woche) und "Faire Woche". Im Jahr 2011 jährt sich außerdem zum dritten Mal die Hamburger Klimawoche.
Die 5. Hamburger Zukunftswoche 2011 findet vom 9. September bis zum 9. Oktober statt. In diesen Zeitraum fällt auch die von HARBURG21 mitorganisierte fünfte Freiwilligenbörse am 25. September.
Links:
Mehr Infos zur alljährlichen Fairen Woche
Faire Woche (Website von TransFair)
Hamburger Zukunftswochen 2009
Hamburger Aktionsbündnis HAMBURG MAL FAIR
Die Hamburger Kampagne HAMBURG MAL FAIR ist ein Aktionsbündnis entwicklungspolitischer Initiativen zur Förderung des Fairen Handels. Seit 2006 setzt es sich gemeinsam mit der Senatskanzlei Hamburg für eine Stärkung des Fairen Handels in der Hansestadt ein. Ziel ist es, das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu stärken. Auch will es fair gehandelte Produkte verbreiten helfen.
Die Hamburger Kampagne bietet alljährlich über das ganze Jahr diverse Veranstaltungen zum Thema Fairer Handel an. Die Kampagne "Hamburg 2008 mal fair" hatte 2008 eigens für die Hansestadt ein Hamburg-Shirt entworfen, um für den fairen Handel zu werben. 2009 waren alle Hamburger SchülerInnen aufgerufen, selber ein Motiv zu entwerfen. Im Jahr 2010 sollten SchülerInnen ab 14 Jahren darüber hinaus den Fairen Handel mittels besonderer Aktionen bekannter machen.
Für das Jahr 2011 hat HAMBURG MAL FAIR sich zur Aufgabe gesetzt, der Metropole Hamburg als European Green Capital 2011 zur Auszeichnung FairTrade Town mit zu verhelfen. In diesem Zusammenhang und aus Anlass der alljährlichen Faire Woche eröffnete Sternekoch Heinz O. Wehmann als Schirmherr die Faire Woche 2010 am 10. September mit dem Live-Cooking "Hamburg kocht mal fair" in Wehmanns Bistro. Seit Anfang 2011 sucht HAMBURG MAL FAIR erneut "Junge Faire Trade BotschafterInnen". Hamburg unterstützt das Hamburger Aktionsbündnis mit 55.000 Euro pro Jahr.
Zum Aktionsbündnis gehören:
Mobile Bildung e.V.
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Süd-Nord-Kontor
Hamburger Weltläden
Open School 21
Aktionszentrum 3. Welt e.V.
Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg
Schwerpunkte im Überblick:
- 2010/2011: Werde Fairtrade-BotschafterIn
- 2009: "Entwirf ein Motiv für ein faires Hamburg-Shirt!" - Design-Wettbewerb für Hamburger Schule
- 2008: fair gehandelte Textilien
- 2007: Schokolade. Schülerinnen und Schüler wurden zu Schoko-Agenten.
- 2006: fair gehandelte Fußbälle (passend zur Weltmeisterschaft in Deutschland)
Wer mehr zu den aktuellen Schwerpunkten wissen möchte, kann sich direkt auf der Website von HAMBURG MAL FAIR schlau machen.
Agenda 21-Initiativen für einzelne Hamburger Bezirke
In Hamburg befördern heute folgende Initiativen den Agenda 21-Prozess für Hamburger Bezirke:
- Agenda 21 Altona
- Agenda 21 Altona/Kaltehofe: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. - Landesverband Hamburg
- Agenda 21 Harburg und Umgebung (www.harburg21.de)
- Agenda 21 Niendorf: Niendorfer Zukunftsrat
- Agenda 21 Volksdorf: Agenda-Büro WALDGEIST und Walddörfer Umweltzeitung
Link:
Agenda 21-Initiativen im Landkreis Harburg
Weitere Agenda 21-Initiativen in Hamburg
- Arbeitsgruppe Agenda 21 der Universität Hamburg
- Arbeitsgruppe Indikatoren
- Aktionszentrum 3. Welt e.V. (Thema: Fairer Handel)
- S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung (Thema: Kindertagesstätten)
Einen ausführlichen Überblick über nachhaltige Initiativen in Hamburg bietet der Zukunftsrat Hamburg.
Wichtige Web-Adressen:
Zukunftrat Hamburg (Website des Hamburger Zukunftsrates)
Nachhaltigkeit lernen (Website von hamburg.de)
Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit (Website von hamburg.de)
Hamburger Zukunftswochen (Website von hamburg.de)
www.nun-dekade.de (Website der Norddeutschen Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung")
Weitere Web-Adressen finden Sie in unserem Ordner Links.
Downloads:
Hamburger Erklärung, Bundestagsbeschluss, Nationaler Aktionsplan:
www.bne-portal.de
Weitere Informationen über die Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" und den Hamburger Aktionsplan bei:
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Geschäftsstelle Hamburg lernt Nachhaltigkeit
Billstraße 84, 20539 Hamburg
Renate Uhlig-Lange
Telefon: 428 45-2020, Fax: 428 45-3943
Email: Renate.Uhlig@bsu.hamburg.de
Links zur englischen Webversion:
DESD in Germany - Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland und in Hamburg
Sustainable Hamburg - Nachhaltiges Hamburg
gb 14.01.2012
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